SwimRun Premiere: ÖtillÖ 1000 Lakes

In meinem letzten Post habe ich euch über die Geschichte des SwimRuns und meine Vorbereitung auf Premiere in dieser Disziplin berichtet. Mit den Wochen stieg die Vorfreude auf dieses Abenteuer… und am 30. September war ich endlich an der Startlinie des ÖtillÖ 1000 Lakes in Rheinsberg (Brandenburg). Endlich eine SwimRun Lady 🙂 Doch alles der Reihe nach.

Früh morgens ging es mit meinem SwimRun Partner Olli und unseren großartigen Partnern von Berlin nach Rheinsberg. Und mit jeder Minute stieg die Aufregung. Zu unserer großen Erleichterung war uns Petrus gut gesonnen und bescherte uns einen warmen Herbsttag. Trotzdem gab es für mich ein großes Fragezeichen: wie wird es mir im 15° kalten Wasser geben. Als Südösterreicherin durfte ich im Sommer im 27° warmen Wörthersee baden… diesen niedrigen Temperaturen hatte ich mich dato noch nicht gestellt.

Beim Rennbriefing kam dann endgültig das Race Feeling auf. Zudem empfang uns ein herzliches Klima unter den Teilnehmern. Beim Teetrinken kamen wir umgehend mit Startern aus Brighton / UK ins Gespräch. Alles verlief ungezwungen und sehr entspannt.

Entspannt gab ich mich schlussendlich, als ich meinen Leih Neopren Anzug von HEAD am Körper hatte. Nach einer kurzen Nachjustierungshilfe des HEAD Experten saß er wie angegossen. Noch schnell alle Geräte anlegen – und schon ging es hinein in den Startbereich. Über 50 Teams hatten sich für die Sprintdistanz angemeldet. Darunter auch die schnellsten Teams der ÖtillÖ Tour… immerhin ging es noch rund um die 2017 Gesamtwertung um wichtige Punkte. Diese AthletInnen widmeten wir uns jedoch nicht… zu sehr waren Olli und ich mit uns selbst beschäftigt.

Zu Beginn ging es gleich einmal 1.500m flott in Richtung Wasser. Wir fanden gleich einen guten Laufrhythmus… und dann war es auch schon da: das kalten Nass. Mein Aufschrei ist Gott sei Dank auf keinem Foto rekonstruierbar… aber ja – es war mehr als a… kalt! Diese erste Schwimmetappe erstreckte sich über 800m – und sie dauerten eine gefühlte Ewigkeit. Meter für Meter zog sich meine Lunge mehr und mehr zusammen… aber es half nichts – Augen zu und durch.

Die Sprintdistanz umfasste 5 Schwimmturns über insgesamt 2,5 Kilometer. Laufend mussten wir gut 14 Kilometer, wobei die längste Distanz über knapp 5 Kilometer führte.

Zum Glück wärmte uns nicht nur das flotte Lauftempo rasch wieder auf… auch die Sonne trug ihren Teil dazu bei. Beim zweiten Einstieg war der Kälteschock nur noch halb so schlimm und beim dritten Schwimm-Turn fühlte es sich endlich wie Schwimmen an.

Die Strecke führte uns durch wunderschönes Waldgebiet… und verlief komplett flach. Mit dem Neo zu laufen funktionierte wunderbar – und auch mit unseren Gerätschaften kamen wir gut klar. Einzig das Seil ließen wir im letzten Moment doch weg. Wir hatten ein wenig Respekt davor, da wir doch kaum damit geübt hatten.

Die Bäume flogen an uns vorbei und wir genossen jeden einzelnen Schritt. Natürlich hatten wir auch riesigen Spaß dabei. Die Anfeuerungsrufe von Miele und Horst pushten uns voran… und plötzlich realisierten wir: verdammt, wir haben ja nur noch eine Schwimmetappe und dann ist es auch schon wieder vorbei…! Es erschien, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Nach 2:19 waren wir wieder im Ziel, wo wir herzlich empfangen wurden. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für Olli – noch im Neo – und Horst zum Bratwurstessen – ja, auch das gehört zum SwimRun. Dann noch eine warme Dusche und etwas Chillen an diesem traumhaften Herbsttag.

2017.09.30 ÖtillÖ Rheinsberg from horstvonbohlen on Vimeo.

Gemeinsam ließen wir das Erlebte Revue passieren und waren uns sofort einig… das war garantiert nicht unser letzter SwimRun. Das Virus hatte uns bereits während des Rennens fest im Griff, denn Olli wollte schon vor dem Zieleinlauf von mir wissen, wann und wo wir den nächsten SwimRun absolvieren

Den groben Trainingsplan für die kommenden Monate habe ich bereits im Kopf… denn der nächste SwimRun ruft. Wo – das verrate ich dir… bald!

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