Salomon Sonic Pro im Test

Salomon steht seit Jahren für absoluten Trailrunning Spaß. Jetzt startet Salomon erstmals mit einem reinen Straßenmodell durch: dem Salomon Sonic Pro. Denn Trailläufer gehen ab und dann auch gerne fremd und holen sich die Grundschnelligkeit auf flachen, asphaltierten Strecken. Da liegt der Gedanke nahe einer Marke treu zu bleiben.

Es war die Salomon Truppe, die mich vor einigen Jahren von der Straße auf unbefestigte Pfade geholt hat. Seither schlägt mein Herz immer stärker für das Off Road Vergnügen. Doch schlussendlich überkam mich doch die große Neugierde und ich musste die neue Errungenschaft aus dem Hause Salomon testen. Und das natürlich nicht nur auf Asphalt (das versteht sich von selbst, oder?) 🙂

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Eine pinke Variante für die Damen
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… und blau für die Herren.

 

  • Optik

Ja, der neue Salomon Sonic Pro ist ein Eyecatcher. Mit den knalligen Farben fallen sowohl die drei Damen- als auch die vier Herren-Modelle sofort auf. Beim genaueren Hinsehen stickt auch die Verarbeitung ins Auge. Die unterschiedlichen Obermaterialsegmente sind fein säuberlich durch eine zusammenhängende gestanzte Klebefläche verbunden. Somit: keine Nähte, dafür erfrischendes Design. Zudem besticht der Schuhe mit Schlichtheit.

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  • Passform

Wie die meisten Salomon Schuhe verfügt auch der Sonic Pro das Quicklace Schnellschnürsystem. Somit funktioniert das Hineinschlüpfen und Verschließen einfach und bequem. DSC00014 (1)

Beim ersten  Einstieg in den Schuh fühlte er sich ziemlich starr und hart an. Für einen Straßenschuh doch etwas ungewöhnlich. Es dauerte ein paar Schritte bis es sich bequem anfühlte. Trotz meines breiten Vorderfußes spürte ich von Beginn an kein unangenehmes Drücken – auch nicht bei Läufen über 60 Minuten. Und im Vergleich zu anderen Modellen war er weder zu groß noch zu klein geraten. Er passte.

Die Zunge ist mit einem elastischen Material an der Innenseite verbunden. Sie kann somit nicht verrutschen und auch nicht gegen den Mittelfuß-Rist drücken.

Was Salomon von seinen Trailschuhen übernommen hat, ist die doch sehr stabile Umrandung der Zehen. Die Kappe ist aus einem sehr leichten Material und fällt weder ins Gewicht, noch macht sie sich durch Drücken bemerkbar.

Wo ich auch schon beim zweiten auffälligen Detail bin: der Sonic Pro sieht nicht nur leicht aus, er ist es auch. Das Damenmodell bringt 238 Gramm auf die Waage. Warum er so leicht ist? Dafür verantwortlich sind die Sohlenkonstruktionen und die dafür verwendeten Materialien.

Apropos Sohle: Im vorderen Sohlenbereich ist das sogenannte Energy Cell+ in Verbindung mit einer komprimierten EVA-Zwischensohle eingesetzt. Darüber hinaus verfügt die Sohle im Vorderfuß über Flex-Zonen, wodurch die Beweglichkeit entsteht – der Schuh bliebt in jenen Bereichen elastisch, die beim Bodenkontakt und in der Anstoßphase beansprucht werden. Im hinteren Schuhbereich befindet sich das Energy Cell mit eingespritztem EVA. Diese deutlich weichere Variante sorgt beim Aufkommen für eine leichte Dämpfung. Weiters sorgt der Profile Film zwischen vorderem und hinterem Fußbereich für ein weiches Abrollen.

Durch die Dämpfung im hinteren Bereich ergibt sich auch eine acht Millimeter Sprengung.

  • Laufgefühl

Beim Loslaufen fällt zu allererst die Leichtigkeit des Schuhs auf. Dann folgt der gut übertragbare Impuls. Gleich, ob schnelles oder langsames Tempo, die eingesetzte Kraft lässt sich wunderbar umsetzen. Das Material wirkt belastbar und scheint das Spielchen sehr gut zu unterstützen. Die Energy Cell+ Konstruktion hält somit ihr Versprechen.

Gleichzeitig knallt man aber nicht mit voller Wucht auf dem Asphalt auf… ein klein wenig Dämpfung ist doch dabei. Gott sei Dank (für mich) nur minimal. Denn ich bin bekanntlich kein großes Fan von ausgiebigen Dämpfungssystemen.

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Ich legte mit dem Salomon Sonic Pro bereits Kilometer sowohl auf Asphalt, als auch unbefestigten Pfaden zurück. Was ganz besonders für diesen Schuh spricht, ist der Sohlengrip. Auf befestigten Wegen sitzt jeder Schritt – selbst bei feuchten Bedingungen. Er erinnert mich an den SLAB Sense, der ebenfalls mit einer überzeugenden Gummimischung versehen ist. Daher laufe ich selbst diesen Highend – Trail Schuh auch bei nassen Verhältnissen auf der Straße oder im Schnee.

Grundsätzlich ist dieses Modell für schnelle, kürzere Einheiten gedacht. Wer es gewohnt ist lange Läufe mit kaum gedämpften Schuhen zu laufen, kann dafür natürlich auch den Salomon Sonic Pro verwenden. Aber: er verlangt einen sehr sauberen Laufstil, um den dynamischen Impuls auch über längere Strecken umsetzen zu können!

  • Running Zuschi’s Fazit

Salomon hat mich positiv überrascht! Das Entwicklungsteam hat all sein Know How und Erfahrungen v.a. vom SLAB Sense Schuh in den Sonic Pro eingearbeitet. Und das macht ihn zu einem leistungsstarken Partner für schnelle Läufe auf Asphalt. Im Vergleich zu anderen Wettkampf- bzw. leichten Trainingslaufschuhen für die Straße ist er deutlich starrer und nicht so quirlig. Es braucht – nicht nur bei langen Läufen – einen sehr sauberen Laufstil, um diesen Schuh richtig führen zu können, nur so lässt sich das Maximum aus ihm herausholen.

Ein besonders großes Puls erhält seine Sohle: Sowohl auf nassen Straßen, als auch  auf unbefestigten Wegen kann ich den Sonic Pro wärmsten empfehlen. Er hat am Vorderfußbereich gute Schutzmechanismen eingebaut und zudem verfügt er über einen guten Sohlengrip.

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Er passt gut, entspricht auch der angegebenen Schuhgröße.

Ich habe großen Gefallen an diesem neuen Straßenmodell gefunden und bin schon sehr gespannt, was sich Salomon in diese Richtung noch so einfallen lässt.

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