ASICS Winterlaufbekleidung im Test

Noch lässt der Schnee auf sich warten – die kalten Temperaturen sind bereits da. Perfekt, um die neue ASICS Laufkollektion unter die Running Zuschi Lupe nehmen. Dazu gehören die Leg Balance Running Tight, das LS Seamless Top und die Speed Hybrid Jacket.

  • Optik

Was gleich auffällt ist die Optik: Die Damenbekleidung in pink/violett/schwarz – die Herrenteile in blau/schwarz. Damit setzt ASICS den Farbenweg 2014/14 weiter fort…

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Im Gegensatz zu anderen Laufmarken bleibt ASICS schlicht und einheitlich bei den Farben – keine Muster, nur dezente Element. Zudem lassen sich die Teile gut mit andere Accessoires kombinieren… zum Beispiel mit einer heiß geliebten 261 fearless Haube oder die Suunto Ambit3 S in weiß.

  • Technische Features

Bei den Herbst-Winter Stücken setzt ASICS umfangreich auf seine technischen Errungenschaften: Tight und Jacke sind ausgestattet mit dem ASICS Mehrschichtensystem, bestehend aus MotionDry, MotionTherm und MotionProtect. Damit werden Isolierung bzw. Wärmeschutz und Belüftung kombiniert.

Wie ASICS das pro Bekleidungsstück umgesetzt hat, nun im Detail.

  • Leg Balance Running Tights

 

_DSC3152Lasst mich mit meinem Lieblingsteil beginnen :-). Die ASICS Leg Balance Running Tights habe ich gleich beim ersten Hineinschlüpfen in mein Läuferinnenherz geschlossen. Sie lassen sich bequem anziehen. Besonderes Plus: oftmals hackt es beim Anziehen am Beinabschluss der Hose. Doch bei diesem Modell gibt der Beinbund angenehm nach und man kommt auch mit Socken in einem Zug durch die Beinröhre. Es ist kein Gummiband eingenäht. Außerdem gibt es einen kurzen Zipp, um leichter in die Hose hinein- und auch wieder raus zu schlüpfen. 🙂 Beim Laufen sitzt das Röhrenende perfekt über dem Knöchel bzw. an der Socke.

Was ebenfalls sofort auffällt ist das leichte Material. Zuerst hatte ich die Angst, dass es bei kalten Temperaturen nicht reichen würde… aber ich wurde eines besseren belehrt. Selbst bei Null Grad halten die Tights meine Beine angenehm warm. Der Grund ist schnell und einfach erklärt: das Material, das nach dem Motion Dry Prinzip funktioniert, sorgt für raschen Abtransport der Feuchtigkeit von der Haut an die Außenseite. So bleiben die Beine und der Rumpf angenehm warm, auch bei kaltem Wetter.

Die Grundüberlegung zu den Leg Balance Tights lehnt sich an das Kompressionsprinzip an: Spezielle, hochelastische Einsätze im Hüftbereich, am unteren Rücken und rund um das Knie sollen helfen – vor allem bei längeren Läufen – eine aufrechte Körperhaltung zu behalten. Denn das Ziel dieser Stützfunktion ist eine Reduktion der Muskelermüdung. Bei meinen Läufen fiel mir diese Funktion noch nicht sonderlich auf. Aber: der kompakte Bund schmiegt sich perfekt um die Hüfte. Das ergibt ein sicheres und sehr angenehmes Gefühl beim Laufen.

Ebenfalls sehr positiv fiel mir auf, dass kaum Nähte an der Innenseite zu finden sind. Reibestellen haben somit keine Chance.

Einziger Wermutstropfen: Zu verstauen von Schlüssel & Co. gibt es nur eine kleine Innentasche, die an der linken Vorderseite eingenäht ist. Eine Tasche mit Reißverschluss z.B. an der Rückseite suchte ich leider vergeblich.

Optisch gefällt mir das Teil ebenfalls sehr gut. Vor allem die eingenähten, pinken Streifen oberhalb und unterhalb des Knies sehen gut aus, wobei über dem pinken Einsatz ein schwarzes Gitternetz gelegt wurde, was dieses Element so schimmern lässt.

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Die Logos sind mit einer reflektierenden Folie aufgebracht und geben – wenn auch nur sehr klein – ein wenig Sichtbarkeit in der Dämmerung bzw. in der Dunkelheit.

Finally: auch pflegetechnisch ist dieses Teil unkompliziert. Ich wasche sie bei 40° und lass sie mit 1.400 Touren schleudern. Die Nähte halten, die aufgeklebten Reflektoren ebenso.

Preis: Euro 80,–

Running Zuschi’s Fazit: tolles Teil, mit dem es wirklich Spaß macht durch Kälte und Matsch zu laufen. Kann ich wärmsten weiterempfehlen.

  • Speed Hybrid Jacket

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Die Jacke wirkt im ersten Moment nicht gerade wie eine typische Laufjacke. Sie sieht eher wie eine leichtere Softshell Jacke mit glatter Oberfläche aus. Das Damenmodell ist tailliert und sitzt sehr gut. Der Schnitt geht bis zum Rumpfende und schützt so den Bauchraum und den Unterleib gut vor Kälte.

Gewichtsmäßig ist sie leicht und es fallen gleich die drei verschiedenen eingearbeiteten Materialien auf.

  • An der Vorderseite: isolierende, gepolsterten COCONA-Einsätze (die fast wie Thermo wirken) aus einem umweltfreundlichen wasserabweisenden Gewebe, das auch bei tiefen Temperaturen sowie Nässe schützt.
  • An der Rückseite: gebürstetes Strickgewebe, das für zusätzliche Belüftung sorgt. Außerdem ist es sehr elastisch und lässt viel Bewegungsraum.
  • Im Achselbereich: dort kommt leichtes Stretchmaterial zum Einsatz, dass wiederum dem Feuchtigkeitsmanagement dient.

Bei Regen hält das Material Arme und der Rücken trocken. Die Vorderseite hingegen tankt bei starkem Regen Wasser. Das empfand ich weniger angenehm. Dafür war sie binnen kürzester Zeit wieder trocken… und der nächste Lauf konnte folgen.

Der Kragen ist mit einem flauschigen Material an der Innenseite ausgelegt. So ist der Hals bei kaltem Wind geschützt. Der obere Jackenabschluss ist erfreulicherweise für meine Person großzügig bzw. genau richtig geschnitten – nicht zu eng und nicht zu weit.

Die Ärmel passen ebenfalls, wobei sich die Jacke nicht sonderlich dehnen lässt, um die Hände auf den ersten frischen Metern darunter zu verstecken. Da brauchst du Handschuhe mit dabei, die problemlos unter die Ärmel gleiten.

Die Jacke verfügt über keine Kapuze und auch über keine Taschen, in die sich die gesamte Jacke verstauen lässt. Apropos Stauraum: Schlüssel und Co. finden in den beiden Seitentaschen ausreichend Platz. Zudem lässt sich der iPod in der Innentasche der Jacke sicher aufbewahren.

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Entlang des Reißverschlusses und den Einsätzen an der Rückseite sind feine Reflektorenlinien eingearbeitet.

Preis: € 149,90

Running Zuschi’s Fazit: Ich fühle mich vor allem bei starkem Wind in dieser Jacke sehr wohl. Bei Regen fehlt leider eine Kapuze, die Nässe von oben abhält. Sie hält wunderbar warm – ohne dass der Schweiß bei längeren Läufen unterhalb des Materials hängen bleibt. Zudem trocknet sie schnell 🙂 Ein gelungenes ASICS Produkt, wobei der Preis mit € 150,– im oberen Segment angesiedelt ist (Ich gehe davon aus, dass die Speed Hybrid Jacke doch einige Saisonen hält :-))

  • LS Seamless Top

Das lila Top sieht gut aus und birgt einige Überraschungen ins sich. Zu allererst: es hat Gewicht und Dicke. Da es an allen offenen Enden (Kopf, Hände und Hüfte) gut abschließt, braucht es keinen Baselayer darunter. Der Gewichtsvorteil ist wieder da 🙂

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Das Material: Elastan und Mesh

Seinem Namen wird das Seamless Top fast gerecht. Zwei Nähte verbinden Ärmlinge mit dem Rumpfteil. Und der Rumpfteil ist auf der Schulterhöhe ebenfalls zusammengenäht. Diese Naht führt hinauf bis  zum Halsende. Die Nähte sind mit sehr sanftem Nähmaterial abgeendelt und fühlen sich sehr weich an. Zudem gibt es einige optische Nähte, die eingewebt wurden.

Was noch auffällt:

  • winzige Löcher an der Unterseite der Arme – bis auf Ellbogenhöhe. Sie bringen etwas frische Luft zur Haut, haben aber nach meinem Gefühl keine wirklich herausragende Funktion.
  • Überlänge bis zu den Fingeransätzen mit Daumenöffnung – so bleiben die Handwurzelknochen geschützt und warm. Die Ärmel sind erfreulicherweise sehr lange, so entsteht kein unangenehmer Zug.

Das erste Anziehen gestaltete sich leider etwas schwieriger als gedacht. Scheinbar habe ich einen etwas zu großen Kopf um problemlos durch die Kopföffnung zu kommen. Es brauchte doch einige kräftige Züge bis ich das Top an hatte.

Das Rumpfende ist mit einem Bund abgeschlossen und führt relativ weit nach unten. Doch leider bleibt das Shirt beim Laufen nicht lang gezogen, sondern arbeitet sich mit jedem Schritt etwas nach oben. Es ist daher notwendig, das Top in die Hose hineinzustecken.

Anfänglich störte mich ein wenig das Engegefühl am Hals. Doch ich gewöhnte mich daran. Beim Laufen selbst hält es angenehm warm und es fühlt sich auf der Haut gut an. Weiteres angenehm: selbst bei starkem Schwitzen nimmt das Shirt keinen unangenehmen Geruch an.

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An der linken Brust und am Ende der Halswirbelsäule sind je ein reflektierendes ASICS Logo mit angebracht. Diese überlebten die ersten Waschmaschinen – Gänge leider nicht. Sie blätterten bereits beim dritten Mal ab.

Preis: € 50,–

Running Zuschi’s Fazit: ein nettes Lauftop, das warm hält und sein Versprechen hält atmungsaktiv zu  sein und sich gut an den Oberkörper anzupassen. Durch die sehr enge Kopföffnung und dem damit begleiteten Engegefühl ist es nicht so ganz mein Favorit.

 

Fotocredit: Horst von Bohlen

Die Kleidungsstücke wurden von ASICS für einen unabhängigen Produkttest zur Verfügung gestellt.

7 comments on “ASICS Winterlaufbekleidung im Test

  1. Hallo, liebe Edith,
    wie gewohnt ein toller Bericht. Die Kollektion sieht echt klasse aus, sehr schöne Farben und erst das Model – wo kann man das buchen? 😉
    Da werde ich mir auch einmal so eine unterstützende Tights leisten „müssen“!
    Liebe Grüße aus NÖ
    Rosa

    1. 🙂 dann wünsch ich dir ganz viel Spaß mit deinem neuen Equipment!!!
      Viele schöne KM liebe Rosa!
      herzlichst – Running Zuschi

  2. Hallo Running Zuschi,

    danke für die ausführlichen Berichte.
    Bei Schuhen mag ich Asics. Für alles andere ist es mir meist zu teuer. Da tun es imho Produkte vom Kaffeeröster o.ä. auch.
    Sagt Asics wirklich das diese „Leg Balance Running Tight“ zur aufrechten Körperhaltung beitragen soll? Kann mir irgendwie nicht richtig vorstellen, wie das funktionieren soll.
    Kompression kenne ich bisher nur zur Unterstützung des Blutrücktransports zum Herzen.
    Wenn das Knie beim Laufen von außen gestützt werden muss, bewegt man sich schon auf dünnem Eis, finde ich. Da würde ich lieber in ein Kräftigungsprogramm als in die Tight investieren. 🙂

    Besten Gruß,
    Jan

    PS: Hab mir gerade die Männercollection angesehen, gut aussehen tut’s ja schon… 🙂

    1. Zu deiner Frage: die Materialeinsätze rund um die Hüfte und um das Knie sind weitaus fester, als das übliche Tights-Gewebe. Es liegt fest am Körper an.
      Eine zusätzliche Unterstützung bei der Hüfte/Rumpf mit der Hose zu bekommen, das habe ich nicht erlebt bzw . gefühlt. Brauche ich auch nicht, da ich – wie von dir empfohlen – brav meine Stabis und Kräftigungsübungen mache.
      Beim Knie ist der Einsatz wie eine unterstützende Schiene. So hilft solch ein Material bei sehr langen Läufen! das Knie zu unterstützten und in die richtige Richtung (also gerade nach vorne) zu führen. Und das spüre ich auch… Klar – keine Laufhose kann die zusätzliche Kräftigung ersetzen… da bin ich ganz bei dir.
      Technische Dinge sind das eine… das Design der Hose und der Jacke gefällt mir einfach :-)… und auch das unterstützt die Laufmotivation – gerade bei Tagen grau in grau… 😉
      GLG retour

  3. Toller Bericht! Die Farben sind für den Winter echt top. Schade, dass man sich so durch das Oberteil zwängen muss. Ich habe seit einigen Jahren ein paar Teile von Asics, die ich im Winter gern heraushole. Vor allem die Wintertights hat es mir angetan. Hält ziemlich warm bis unter null Grad und sitzt auch nach unzähligen Wäschen noch gut.

    1. Danke 🙂
      Ja, die Tights sind echt sehr gut… und zeugen von guter Qualität. Was sind derzeit deine Winterlauf-Lieblinge?
      GLG

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