Mizuno Wave EVO Ferus im Running Zuschi Test

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Raus ins Gelände! Auch für Minimalschuh-Anhänger!

Herbstzeit ist Trailzeit! Das Laub raschelt unter den Füßen, die Bäume sind bunt gefärbt – und das Auf- und Ab bietet sich perfekt zum Krafttanken nach einer langen Laufsaison an. Ich liebe diese Läufe und ich mag es puristisch unter den Füßen. Und so begab ich mich auf die Suche nach entsprechendem Schuhwerk: Minimal, guter Grip und Schutz vor kleinen Hindernissen am Weg.

Gefunden habe ich den Mizuno Wave EVO Ferus... der neue Minimalschuh fürs Offroad Laufen. Und kaum mit dem Postboten angekommen, waren die Schuhe schon an meinen Füßen und die Running Zuschi laufend unterwegs. Meine Eindrücke – im Running Zuschi Test zusammengefasst.

Es ist der erste Minimalschuh speziell für Trail aus dem Hause Mizuno. Er ist abgeleitet vom Anfang 2013 präsentierten Evo Levitas – unterscheidet sich aber vor allem durch seine Sohle von seinem Bruder.

Die wesentlichsten technischen Fakten 

Mizuno Wave Evo Ferus
Sie hält, was sie verspricht: die Sohle des Wave Evo Ferus
  • Für einen Trailschuh ist ein wahres Leichtgewicht: bei Größe US 9 bringt er gerade einmal 239 Gramm auf die Waage.
  • Die Sohlenhöhe beträgt 8mm – mit 0mm Sprengung. Also ein echter Minimalschuh.
  • Wie schon sein Name verrät ist die Wave Platte integriert und zieht sich über die gesamte Sohle hindurch.
  • An der Sohle sind x-förmige Stollen angebracht. Wo besonders viel Druck vom Fuß kommt, sind sie größer, wo weniger Druck entsteht sind sie kleiner. Sie sind verantwortlich für guten Grip im Gelände – v.a. wenn es nass bzw. glatt ist.
  • In der Gummisohle sind Fasern aus Kunstleder eingearbeitet, die für optimale Traktion auf nassem Untergrund sorgen sollen.
  • Das Obermaterial sorgt mit quer laufenden Klebestriemen für den optimalen Sitz und unterstützen die Fußführung. Zusätzlich bieten sie am Fußaußenrand Schutz im Gelände.

Running Zuschi’s LIKES

  • Er ist extrem leicht und lässt den Fuß auch im Gelände wunderbar arbeiten.
  • Die Sohle bietet einerseits viel Spielraum, so dass Fuß und Beinmuskulatur arbeiten müssen – schützt aber gleichzeitig wunderbar vor spitzen Steinen und sonstigen Gefahren auf den Trails. Ich bin bereits über 300 Kilometer mit diesem Schuh Offroad gelaufen – ich erlebte keine unangenehme Berührungen. 🙂 Er hat mich wirklich überzeugt.
  • Dazu fühlt sich die Sohle leicht gedämpft an… das lässt zusätzlich die Angst vor dem Laufen auf unwegsamen Untergrund verlieren.
  • Bei meinen Läufen hatte ich auch nasse Bedingungen – und: ich rutschte kaum. Entscheidend dafür ist sauberes aufzusetzen und sich gut abzudrücken des Schuhs… d.h. LäuferInnen müssen bereits Erfahrung und muskuläre Voraussetzungen für Minimalschuhe mitbringen.
  • Bei Regen tränkt sich der Schuh, wird aber wohl auch durch sein weniges Material nichts schwer.
  • Trotz der Stollen kann man problemlos auf Asphalt laufen. Es fühlt sich weder unangenehm an – noch stört das Sohlenprofil. Wer zu häufig auf Asphalt mit diesen Schuhen unterwegs ist nützt die Sohle ab, die für sicheres Laufen im Gelände notwendig wäre.

Running Zuschi’S ATTENTIONS

  • Credit: sherunsshewrites.com

    Für mich ist der Mizuno Wave EVO Ferus ein angenehmer Trainingsschuh – aber nicht für ein Rennen im Gelände geeignet.

  • Ich laufe gerne kürzere Strecken mit ihm – also bis ca. 80 Minuten. Danach spüre ich wie die Muskulatur müde wird und dementsprechend die Koordination darunter leidet. Vor allem wenn es glatt und rutschig ist, kann es durchaus schwierig werden.
  • Im Vergleich zum Salomon S-Lab Sense verfügt das Mizuno Trail Modell am Fußaußenrand keine Sohlenwöbung nach außen, was Umknicken verhindert. Daher gilt es mit dem Wave Evo Ferus nach einem Sprung sauber zu landen, um nicht sich nicht zu verknöchern.
  • Der Vorderfußbereich ist sehr geräumig geschnitten. So hat der Fuß genügend Platz zu führen. Vor allem für jene, die noch nicht so bewandt sind mit solchen Schuhen empfundenes als „Schwimmen“.
  • Bei nassen Bedingungen (Regen oder Tau) wird die Sohle etwas rutschig… ist aber nicht gravierend!
  • Das Obermaterial gibt nach, daher empfehle ich den Schuh um eine halbe Nummer kleiner zu kaufen.

Running Zuschi’s FAZIT

  • Dieses Trailmodell spricht mich sehr an. Es ist ideal um die feine Fuß- und Beinmuskulatur auch im Gelände zu trainieren.
  • Durch gute Materialwahl bietet dieser Schuh guten Schutz auf den Trails.
  • Wie schon erwähnt – es ist ein Trainingsschuh. Für Rennen oder längere Strecken kommt er für mich nicht in Frage.
  • Die Sohle (inkl. Profil) hält viel aus… ich gehe davon aus, dass ich mit diesem Modell über 1.000 Kilometer abspulen kann.
  • Er lässt viel Spielraum und lädt zum Spielen im Gelände ein… mir macht er wirklich Spaß.
  • Wer noch keine Erfahrungen mit Minimalschuhen hat, sollte vorher mit klassischen Minimalschuhmodellen einsteigen, die Muskulatur aufbauen und erst dann das Trailvergnügen mit diesem Schuh suchen!

Last but not least: den Mizuno Wave Evo Ferus gibt’s um € 120,–

 

4 comments on “Mizuno Wave EVO Ferus im Running Zuschi Test

  1. I use the evo ferus since several monthes, have done several races and workouts with them, and I can say that they are not really trail shoes (no traction in wet and a bit muddy conditions…), but on the other hand, they are very good ROAD shoes ! As a conclusion I would say that they are one of my favorites running shoes.

  2. Ein sehr informativer Testbericht. Danke dafür. Mizuno sind tatsächlich sehr speziell. Mit unglaublich viel Platz im Vorderfußbereich. Es verblüfft mich immer wieder, dass die Schuhe trotzdem nicht „schwimmen“.

    Viele Grüße
    Rainer 😎

  3. Die Sohle sieht mir nicht nach absolutem Trail-Profil aus. Nicht falsch verstehen, ich komme „Offroad“ auch bestens mit jedem beliebigen Straßen-Laufschuh zurecht. Ich frage mich nur, warum man von Mizuno aus nicht einen „wirklichen“ Trail-Schuh draus macht. So scheint mir der Unterschied zu den anderen Evo-Schuhen marginal.

    1. Hallo Hannes! Der Ferus unterscheidet sich sowohl optisch, als auch was das Laugefühl angeht… Und die Sohle sorgt im Gelände für mehr Sicherheit… Versuch es ‚mal… Den entscheidenden Unterschied zw Straßenschuh und Trail“werkzeug“ merkt man erst im extremen Gelände oder bei nassen / glatten Bedingungen… Und da hat mir das eine oder andere Trailprofil schon sehr gute Dienste erwiesen…

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