Suunto Ambit2: meine Erfahrungen beim Laufen (1)

Meinen ersten Erfahrungsbericht über die Suunto Ambit2 habe ich bereits vor einigen Monaten hier gepostet. Die Zeit zog ins Land und mit ihr meine gelaufenen Kilometer mit der Ambit2. Dabei häuften sich zahlreiche Erfahrungen mit dem neuesten GPS Modell aus dem Hause Suunto an. Und die möchte ich euch nicht vorenthalten.

  • Tragekomfort
Suunto Ambit2
Credit: Horst von Bohlen

Ja, sie ist groß – vor allem für mein Damenhandgelenk. Würde ich sie mit dem Display nach oben tragen, bekäme ich bei jedem Laufschritt ständig einen Schlag gegen meinen Armknöchel. Daher trage ich sie beim Sport mit dem Display nach unten – und das funktioniert wunderbar. Fühlt sich gut an und beeinträchtig überhaupt nicht die Bedienungsmöglichkeiten.

Wie ich bereits in meinem ersten Beitrag angeführt habe, ist das Modell Suunto Ambit2 S etwas schmäler und auch leichter… ideal für Damen. Ich für mich habe mich jetzt gut an den größeren Bruder, die Ambit2 gewöhnt.

  • Die Hardware + Optik

Ich finde das verwendete Material sehr angenehm. Das Kautschukband sitzt gut, fühlt sich hochwertig an und hält sehr viel aus. Nach unzähligen Einsätzen sieht es nach wie vor wie neu aus. Schweiß macht ihm nichts aus und erfreulicherweise setzten sich keine weißen Kristalle in den engen Fugen fest.

Was ich sehr schätze: bei Nässe – sei es durch Schweiß oder Regen – rutscht die Uhr auf der Haut nicht oder fühlt sich unangenehm an.

Die Verbindung von Armband und Uhr ist sehr belastbar. Mit vier Schrauben sind diese beiden Bestandteile miteinander verbunden und die halten erfreulicherweise sehr gut. Bei anderen Marken gingen diese Schnittstellen bzw. die Bänder oft kaputt – man musste einschicken oder kleben.

Was die Optik angeht: ich finde sie sehr edel, was sie nicht nur zu einer Sportuhr macht, sondern auch zu einem alltäglichen Begleiter in allen Lebenslagen 🙂

  • Bedienungsfreundlichkeit der Uhr

Für mich müssen Uhren einfach bedienbar sein. Mich ewig mit Bedienungsanleitungen herumzuschlagen interessiert mich nicht. Die Ambit2 überraschte mich diesbezüglich positiv. Das System ist einfach und schnell durchschaut – und zum Glück kommen auch immer die Befehlsanfragen wie „Save?“ und dann der Pfeil zur jeweiligen Taste. Na bitte – da kann ja nicht viel schief gehen.

Doch da wäre noch ein anderer Faktor: für mich – als Rechtshänderin – liegen die Tasten passend angeordnet. Start/Stop ist rechts oben – Lap ist links oben. Und wenn ich das Display wechseln möchte, einfach rechts Mitte drücken. That’s it.

Was etwas kompliziert ist: alle Einstellungen müssen auf der Online Plattform Movescount eingegeben werden. Direkt auf der Uhr können „nur“ kleiner individuelle Settings gemacht werden – z.B. Tastenton aus/ein, Gewicht und Max. HF, usw.

  • Genauigkeit

Da es sich bei der Ambit2 bekanntlich um ein GPS Modell handelt, spielt dieses Thema eine große Rolle! Da unterteile ich in zwei Bereiche:

Distanzgenauigkeit

Achenseelauf Strecke
Streckenverlauf Achenseelauf… und keinen Meter abgekürzt!

In den ersten Wochen stellte ich fest, dass die Ambit2 auf mir bekannten und vorab bereits ausgemessenen Strecken um einige 100m weniger anzeigte. Das machte mich stutzig. Ich lief dann auf der Bahn 400m Runden. Da stimmten die Werte. Ok – dachte ich, dann waren wohl meine alten Werte falsch. Beim Achensee Lauf Anfang September wieder das gleiche Spiel: während die meisten Athleten MEHR als 23,2km auf ihren GPS Uhren hatten, zeigte meine Ambit2 gerade einmal 22,5K – und ich habe sicher nicht abgekürzt!!!

Dann kam das Software Update – und seither habe ich das Gefühl, dass es mit der Verkürzung bergab geht 🙂 also – dass die Aufzeichnungen genauer sind.

Suunto Ambit2
Treuer Partner – überall!

Empfangsgenauigkeit

Grundsätzlich habe ich überall – gleich ob in Ballungszentren oder in der Einöde – binnen weniger Sekunden Empfang. Und der scheint bis zum Drücken der Stop Taste zu bleiben.

EINZIG: in engen Gräben – die u.a. stark bewaldet sind, scheint sich der Empfang zu verzögern… da kann es durch aus vorkommen, dass man vor allem bei der Navigation sehr vorsichtig sein muss, weil der GPS Empfänger etwas hinten nach ist.

  • Einsatz im Lauftraining

Ich nehme die Ambit2 vor allem bei meinen Trailläufen mit. Da ist sie ein genialer Partner. Nicht nur was das Aufzeichnen angeht, sondern auch wegen dem Navigieren (Führen mittels eingespielter Routen oder durch die Track Back Funktion, dem Zurückführen zum Startpunkt).

Dank der individuellen Display-Erstellung (welche Parameter auf dem gewünschten Display zu sehen sind) sehe ich alle mir wichtigen Infos auf einen Blick bzw. 3 kurzen Knopfdrückern.

Geht es um den Einsatz bei Intervallen & Co. hat die Ambit2 meiner Ansicht nach noch Ausbaumöglichkeiten.

Von der Garmin 610 bin ich es gewohnt nach einem KM ein akustisches und auch ein sensorisches Signal zu bekommen. Das fehlt mir bei der Ambit2. Ich sehe zwar auf dem Display wie lange ich unterwegs bin, doch in der Hitze des Gefechts möchte und kann ich nicht ständig auf die Uhr schauen.

Nach der Beendigung eines Laufes liefert die Uhr eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Daten: Startzeit, Dauer, Distanz, durchschnittliche und max. Geschwindigkeit, Höhenmeter, Herzfrequenz. Dazu lassen sich gestoppte Laps ablesen.

ABER: hat man keine Laps gestoppt – gibt es keine KM-Splitzeiten direkt auf der Uhr. Diese sieht man erst nach dem Download auf die Online Plattform Movescount! Leider…

  • Akkulaufzeit

Da ist die Ambit2  wirklich ein Ausdauerathlet. Trotz Sekundenmessmodus (d.h. es wird jede Sekunde die aktuelle Position erfasst) hält der Akku weit über 12 Stunden am Stück. Das entspricht meiner längste Einsatzdauer und danach war noch immer Saft übrig.  Da hält Suunto wirklich sein Versprechen.

  • Aufladen… und Downloaden

Wenn der liebe Weggefährte schlussendlich doch einmal nach „Futter“ – sprich: AUFLADEN – schreit, dann bedarf es einer USP Schnittstelle. Bei anderen Marken habe ich das Aufladen oft vergessen, weil die Daten via Bluetooth übertragen wurden. Bei der Ambit2 ist eine Datenübertragung nur über das USP Kabel möglich… und somit wird beim Downloaden der Daten auch automatisch der Akku aufgeladen.

movescount

Wenn es um das Herunterladen der gespeicherten Daten von der Uhr auf die Software geht, bin ich nicht 100%ig glücklich. Die Daten können ausschließlich über das Onlineportal Movescount verwaltet werden. D.h. um die aufgenommen Daten zu sichten bzw. von der Uhr zu bringen, braucht es a.) einen Computer und b.) Internetanschluss. Wenn man nun einige Tage im Niavana (z.B. im Gebirge) – ohne bzw. mit nur sehr langsamen Internetanschluss unterwegs ist – hat man Pech gehabt. Der Akku kann zwar aufgeladen werden, aber der Datenspeicher auf der Uhr hat nach ca. 250km (im Sekundenmodus) seine Kapazitätsgrenzen erreicht! Dann wird einfach nicht mehr aufgenommen 🙁

Außerdem gibt es keine Möglichkeit die aufgezeichnete(n) Route(n) genauer zu analysieren. Ohne Internet – ka Musi auf der Ambit2!

In zwei weiteren Blogpost werde ich detaillierter über meine Erfahrungen mit Movescount und der Navigationsfunktion eingehen… also, bald wieder auf meinem Blog vorbeischauen! 🙂

Bis dahin… viel Spaß beim Laufen und Entdecken deiner Umwelt!

 

7 comments on “Suunto Ambit2: meine Erfahrungen beim Laufen (1)

  1. Es gibt zwar leider kein Vibrationssignal aber ein akustisches Signal – das kann man für jede Sportart individuell einstellen. Durch die automatische Runde (Standard jeden KM, kann aber auch verändert werden) erhält man die Anzeige der Rundenzeit, Pace,… im Display und ein akustisches Signal. Ich verwende auch noch gerne die Autopause beim Laufen (Zeit Stop automatisch z.B. wenn man an einer Ampel hält) oder auch den Intervall-Timer, den man ebenfalls für jede Sportart separat einstellen kann.

  2. Oh ich mag ja gar nicht deine Bilder anschauen! Wie schön du es hast und im wunderbaren Bergpanorama dann auch noch einen See umrunden… Herrlich.

    Liest sich sehr gut, schade, dass es keine KM-Erinnerung gibt und die Splits nicht zu sehen sind.

    Das mit den gespeicherten Kilometern ist ja weniger schön, aber ich kann nicht einmal sagen, wie viele meine Laufuhren aufzeichnen. Ich übertrage meist direkt nach dem Training, aber ich mache ja auch nicht so wunderbare Touren wie du tagelang.

    1. ja, wir leben wirklich in einem Paradies. Hoffe du kommst wirklich bald mal vorbei, um es zu erleben!!!

      Für uns Marathonläufer fehlt das akustische Signal, hoffen wir mal, dass es in der nächsten Generation inkludiert wird. Was die Splits angeht, das habe ich mittlerweile herausgefunden. Das geht – sowohl während dem Training, als auch in der Onlineauswertung siehst du die genauen Splits.

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