Berlin Marathon 2013: der Countdown läuft

Der BMW Berlin Marathon steht in den Startlöchern. Von Stunde zu Stunde treibt es immer mehr LäuferInnen aus aller Welt durch die Straßen Berlins. Und die Strecke selbst ist auch schon startklar… die blauen Linien wurden letzte Nacht gezogen!

Angekommen sind auch schon die Eliteathleten. Donnerstag und Freitag gab es noch einen kleinen Terminmarathon – Pressekonferenzen, Medientermine, Sponsortermine. Doch morgen heißt es dann Beine hoch und ausruhen. Denn sie haben sich für Sonntag einiges vorgenommen.

Das Männerrennen: Weltrekord

Vor allem das Männerfeld läuft nicht nur auf Sieg: es wird die bekannte Berliner Jagd auf den Weltrekord!

Berlin Marathon 2013
Gejagter und Jäger: Andre, Eliud, Wilson, Geoffrey und Marilson

Weltrekordinhaber Patrick Makau weilt zwar in Berlin, wird aber verletzungsbedingt nicht mitlaufen. Er ist zum zusehen verdammt und muß zittern, dass nicht sein Landsmann Wilson Kipsang sich die Lorbeeren holt. Kipsang reiste mit seinem Trainingstross nach Berlin. „Ja, ich will den Weltrekord,“ meinte er bei der Pressekonferenz selbstbewußt. Seine stärksten Laufkollegen werden ihm den Weg bahnen und ihm als Pacemaker zur Seite stehen. Und auch die Wetterbedingungen dürften gerade zu ideal für einen Rekordlauf sein.

Gejagt wird der offiziell zweitschnellste Marathonmann aller Zeiten von zwei Landsmännern: Eliud Kipchoge kommt mit einer Marathonbestzeit von 2:05:30 nach Berlin. Er gewann 2013 Hamburg und blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Bahnläufer (5.000m und 10.000m) zurück. „Ich werde versuchen solange wie möglich mit den Pacemakern mit zu laufen, so der 29jährige. Geoffrey Kipsang, der erst 21jährige Läufer und Hauptdarsteller im Doku-Film „The unknown runner“, möchte sich am Sonntag ebenfalls von seiner besten Seite verkaufen. „Ich habe mir eine persönliche Bestzeit vorgenommen.“

Persönliche Bestzeit und somit auch Kontinentalrekord hat sich der zweifache New York City Marathonsieger Marilson dos Santos vorgenommen. Dafür stellt ihm das Veranstalterteam auch eine eigene Pacemaker Gruppe bereit.

Renndirektor Mark Milde möchte auch Sisay Jisa aus Äthiopien nicht aus dem Auge verlieren.

Das Damenrennen: auf Sieg

Berlin Marathon 2013
Sie laufen an der Frauenspitze: Sharon, Florence, Irina und Desi

Mit Florence Kiplagat kehrt die Siegerin von 2011 nach Berlin zurück. Sie wird von vielen als der Siegerinnen-Tipp gehandelt. Jagen wird sie die Boston Siegerin von 2012 Sharon Cherop.

Gespannt bin ich auf die US-Amerikanerin Desiree Davila. Sie kehrt nach einer langwierigen Verletzung wieder auf die Marathonbühne zurück. „Ich habe Berlin von den Weltmeisterschaften 2009 sehr gut in Erinnerung,“ so Desi, die damals den 11. Platz schaffte. „Berlin ist eine schnelle Strecke, die Fehler verzeiht und für die auch die gezielte Vorbereitung nicht so schwer ist. Perfekt für mein Comeback und den Aufbau für 2016.“

Die deutsche Paradeläuferin Irina Mikitenko hat sich aufgrund der schnellen Strecke für Berlin entschieden: „Ich möchte einen Masters Weltrekord laufen,“ so die 41jährige. Der liegt aktuell bei 2:25:43 und wird von der Russion Petrova gehalten. „Das Alter bringt Vor- und Nachteile mit sich,“ so Irina. „Der Nachteil – ich bin älter, die Vorteile: ich habe mehr Erfahrung und keine Angst mehr vor dem Marathon, nur großen Respekt.“

Das begeisterte Laufvolk

Doch nicht nur die Top-LäuferInnen machen sich startklar. Auch die rund 41.000 TeilnehmerInnen. Seit Donnerstag zieht es sie zur Startnummernausgabe am Berliner Tempelhof, um ihre Startunterlagen abzuholen.

Wie in einem früheren Blogpost angekündigt, schreibt der Veranstalter das Thema Sicherheit GROSS! Und die ausgerufenen Sicherheitsbestimmungen werden strikt durchgezogen: Reisepasskontrollen und Anbringung blauer TeilnehmerInnen Bänder bei der Startnummernausgabe, einheitliche Startsäcke.

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Passkontrolle!
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Nicht ohne…
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… dem blauen Band!

Und auch der Tiergarten wurde bereits eingezäunt. Nur AthletInnen mit den blauen Bändern wird der Zutritt auf dieses Gelände gewährt.

Bleibt zu hoffen, dass es ein friedliches und fröhliches Lauffest auf Berlins Straßen wird. Die Vorzeichen stehen gut… gleich – ob mit oder ohne Weltrekord!

Die Übertragungszeiten

Wer nicht in Berlin ist, kann sich das Rennen gemütlich via TV von der Couch ansehen.

  • ARD: 8:20-11:30
  • rbb: 8:20-13:30
  • Eurosport: 8:40-11:15

 

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