Leichtathletik Weltmeisterschaften 2013

Heute ist es endlich soweit: im Moskauer Luschniki Stadion starten die Leichtathletik Weltmeisterschaften durch. Nach den Olympischen Spielen und der Fußball WM das drittgrößte Sportevent der Welt. In der aktuellen Laufsport Magazin Ausgabe habe ich bereits eine Vorschau auf dieses Event verfasst… darin findest du auch die wichtigsten Langstrecken Entscheidungen sowie die Termine der österreichischen Athleten! (Rasch noch in die Trafik laufen :-)!)

Fakten zur WM 2013, Credit: iaaf.org
Fakten zur WM 2013, Credit: iaaf.org

Somit: Die Zeitungen und Magazine, das Internet und die Münder sind voll mit Berichten über dieses Sporthighlight. Leider nicht nur mit erfreulichen Nachrichten, sondern vielen „positiven“ Berichten. Ich möchte hier nicht als X-te meinen „Senf“ dazu abgeben. Darüber soll sich jeder selbst sein Bild und seine Gedanken machen. Empfehlenswert dazu ist der heutige Leitartikel in der Kleinen Zeitung von Michael Schuen.

Doch lassen wir ‚mal die Dopingthematik, die durch zahlreiche Athletenüberführungen und Aufdeckungen in Deutschland aktuell angeheizt wird, beiseite.

Credit: Horst von Bohlen
Credit: Horst von Bohlen

Heute um 12 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (14 Uhr Moskauer Ortszeit) startet der Frauen Marathon. Beim Durchsehen der Startliste stechen mit der Titelverteidigerin Edna Kiplagat sowie der amtierenden Olympiasiegerin Tiki Gelana und ihren beiden Äthiopischen Mitstreiterinnen Melkamu und Tadese so gut wie keine Top-Athletinnen ins Auge. Viele der stärksten Kenianerinnen haben freiwillig auf eine Teilnahme in Moskau verzichtet. Einzig das Japanische Team tritt mit der stärksten Abordnung an. Medaillen bei Großereignissen haben in diesem Land einen sehr hohen Stellenwert – das zeigt auch die ewige Medaillenbilanz bei WM und Olympischen Spielen!

Ein noch schlimmeres Bild zeigt die Nennung der Männer für das WM-Rennen am WM-Schlusstag, dem 18. August. Fast alle namhaften Ostafrikanischen Athleten lassen die WM  WM sein und fokussieren sich auf die City Marathons im Herbst.

Dort erwartet sie zwar kein Weltmeistertitel, dafür aber reiche monetäre Beute. Einen Stadtmarathon zu gewinnen, oder dort auf dem Podest zu laden ist für viele Eliteläufer weitaus attraktiver, als eine Medaille bei Meisterschaften. Was sind schon 60.000 Euros für die Goldene, wenn es bei den World Marathon Majors um das fast 10fache geht. Hinzu kommt… es gibt bereits unzählige Rennen, die mit satten Prämien locken. Und dabei gehen sich die Top-Athleten meist wunderbar aus dem Weg – sie  müssen den direkten Vergleich nicht mehr fürchten. Wunderbar!

Hinzu kommt vor allem bei den Marathon-Männern die Hoffnung auf den schnellen Strecken von Berlin, Frankfurt oder Chicago den Weltrekord zu knacken… ein weiteres lukratives Ziel. Denn im heißen Hochsommer und auf Meisterschaftskursen sind bekanntlich keine Weltrekorde möglich – im Gegensatz zu den Rennen im Oval.

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Rekorde und Geld

Somit regiert im Marathonbusiness nicht mehr das Prinzip „den Schnellsten den Ruhm“, sondern schlichtweg das Geld. Was wiederum im Hintergrund erneut das Feilschen um die besten Mittelchen anheizt. Denn  je mehr Geld in der Kassa, desto höher das Budget der Rennställe… ok – das ist eine gewagte Behauptung… und es gilt – auch auf runningzuschi.com – immer die Unschuldsvermutung.

Ich liebe Marathonrennen -sie selbst zu laufen und sie auch zu verfolgen. Und das werde ich auch dieser Tage machen… aber wir sollten uns dabei immer bewusst sein: es ist eine wunderschöne Vorstellung von Artisten, die viel dafür gearbeitet haben (vor und hinter den Kulissen!)

In diesem Sinne… let the games beginn! Viel Spaß

WM-Live Übertragungen bietet unter anderem der ARD, Eurosport und ORF Sport+

Live Ticker und viele Hintergrundinfos zur Weltmeisterschaft in Moskau findest du auf der offiziellen WM Seite des IAAF – einfach HIER klicken

 

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