Großglockner Berglauf 2013: Fotos und Eindrücke

Der Großglockner Berglauf… in den letzten Tagen und Wochen zog mich dieses Berglauf Rennen in seinen Bann. Vor allem nach dem Probelauf mit Sabine Kozak vom Salomon Running Team war es um mich geschehen. Ich – die Flachland-Läuferin – fieberte dem Mythos “Glockner” entgegen.

Am Sonntag habe ich schlußendlich meine Glockner Premiere erfolglich absolviert. Und dank großartiger Unterstützung meines lieben Horst von Bohlen, meiner lieben LaufkollegInnen, tollem Materials und einer reibungslosen Organisation genoss ich einen unvergesslichen Aufstieg zum Dach Österreichs. Ach ja, und der liebe Wettergott spielte ebenfalls 100%ig mit :-)

Hier Running Zuschi’s 10 Gründe, warum auch DU einmal in deinem Läuferleben den Großglockner erlaufen solltest…!

  1. Abenteuer und Herausforderung: Trotz der vorausgegangenen Strecken-Besichtigung hatte ich größten Respekt vor dem Großglockner Berglauf. Ich erlebte in den Tage davor wieder dieses Abenteuerkribbeln, diese unbeschreibliche Anspannung, nicht zu wissen was kommt und wie es sein wird. Ein großartiges Feeling :-)

    Unvergessliches Erlebnis: Running Zuschi meets Großglockner Credit: Horst von Bohlen
  2. Herhebendes Gefühl – immer den Glockner vor Augen: Es ist ein unglaublich erhebendes Gefühl bereits auf halber Strecke den markanten Gipfel vor Augen zu haben und immer gerade auf ihn zu zulaufen. Es trieb mir die Tränen in die Augen und mit jedem Schritt, den ich näher an ihn herankam fühlte ich mich stärker.
  3. Für sich und doch nie alleine: wie eine bunte Schlange zog sich das Läuferfeld hinauf in Richtung Ziel. Das sahen nicht nur die unzähligen Zuschauer, sondern das bekam auch ich als Teilnehmerin mit. Das weitläufige Gebiet gab mir zwar das Gefühl ein freies Rennen zu laufen und doch war ich nie alleine. Hinzu kommt, dass ich bereits drei Kilometer vor dem Ziel die großartigen Anfeuerungsrufe auf der Franz Josefs Höhe hörte… das zog einem regelrecht hinauf in Richtung “Himmel”. Ein schönes Gefühl…
  4. Top versorgt: knapp 13km auf 1.500 Höhenmeter können seeeehr lang sein. Mit vier erstklassig organisierten Labestationen gab es für uns Teinehmer zumindest versorgungstechnisch keine Ausreden. Und im Ziel warteten perfekte Happen, um wieder zu Kräften zu kommen.
  5. Hürdenfrei: Berglauf ist Naturerlebnis. Nichts desto trotz ist alleine aus Sicherheitsgründen ein Top-Zustand der Strecke – vor allem bei dieser hohen Teilnehmerzahl – Pflicht. Und diese Pflicht hat das OK-Team 1000% erledigt. Waren 10 Tage vor dem Rennen noch Spuren des harten Winters zu sehen, ging es am Renntag auf perfekt hergerichteten Trails dahin. Auch gefährliche Hindernisse wie Weidezäune waren aus dem Weg geräumt. Last but not least: die Streckenmarkierungen waren punktgenau angebracht und Streckenposten richtig positioniert.

    Salomon “Familientreffen” Credit: Horst von Bohlen
  6. Das Alpe d’Huez der Läufer: er ist hart und er zeigt kein Erbarmen – der letzte Anstieg über 800m und 350 Höhenmeter. Ich hielt mich streng an Jonathan’s Ratschlag: “Don’t look up! Head down and keep on walking”. Doch die Anfeuerungsrufe waren nicht zu überhören. In meinen Augenwinkeln sah ich ständig Zuschauer, die am Rand schrien – es fühlte sich an wie Alpe d’Huez.
  7. Jeder ist ein Sieger: Die OK-Chefinnen Heide und Claudia empfingen jede Finisherin und jeden Finisher persönlich mit einem Handschlag und einem unendlich herzlichen Lachen im Ziel. Jeder wurde als Sieger gefeiert… und der stimmungsvolle Empfang vom urigsten Moderatoren Duo ever… Joschi und Lobster :-) Harald... bleiben sicherlich seeehr lange in Erinnerung.
  8. Familiengefühl: mit knapp 1.000 Teilnehmern gilt der Großglockner Lauf als einer der größten in Österreich. Trotz dieser beachtlichen Summe bleibt das Rennen familiär. Es war wunderschön sich nach dem Rennen mit all den bekannten Gesichtern und auch neuen Bekanntschaften in der Tiefgarage, die liebevoll hergerichtet worden war, zusammen zu setzen, zu plaudern, zu lachen, zu feiern – und dabei die leckeren Köstlichkeiten wie Suppe, Kuchen und Co. zu genießen!
  9. Respektvoller Umgang: nicht nur die Art und Weise wie die Glocknerregion und ihre Einwohner uns Teilnehmern begegnete, sondern auch der respektvolle Umgang des OK-Teams und der Teilnehmer mit der Natur ist für mich rückblickend er ganz wichtiger Grund, zumindest einmal dabei gewesen zu sein. Für die Läufer gibt es so weit es möglich ist nur “Zutaten” aus der Region und dank kostenlosem Shuttle hinauf zur Franz Josefs Höhe und auch wieder retour nach Heiligenblut konnte der Nationalpark aufatmen. Besonders hervorzuheben: anstatt tonnenweise Pokale zur Siegerehrung zu schleppen, gab es für die Age Grouper süsse Köstlichkeiten… (einziger Tipp an die Veranstalter: lasst das nächste Mal die Plastikverpackung weg… :-) einfach der Umwelt zu liebe)

    Stimmungsmacher… mit Kärntner Schmäh…:-) Credit: Sportograf
  10. Belohnte Demut: wer mit Übermut ins Rennen geht, wer sichnicht  in Geduld übt, wer sich körperlich und mental nicht auf dieses Abenteuer einstellt – den höhlt der Glockner aus, den wirft er erbarmungslos ab. Jene Läufer, die mit Respekt und Demut ihm entgegen laufen, belohnt er mit einem unvergesslichen Erlebnis, das Flügel wachsen lässt. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

Einen Rennbericht – vor allem über das Rekordrennen der Elite – , den ich für laufreport.de verfasst habe, findest du HIER.

Eine tolle Selektion an Fotos von Horst kannst du HIER genießen :-) und zum Bildershop der Sportografen geht’s HIER

Die Detailsergebnisse von Pentek Timing gibt’s HIER

Und weitere Erlebnisgeschichten vom Haxenclub Glanegg und den Gesundheitsexperten  zum Großglockner Berglauf zum Nachlesen.

7 comments on “Großglockner Berglauf 2013: Fotos und Eindrücke

  1. Hallo ! ich Träume schon ewig davon einmal den Glockner berglauf mitzumachen bin aber nur
    Meist auf der ebene unterwegs . Außer im Winter beim schitouregehen oder beim Mountainbiken.
    Bin erst viermal bei bergläufen gestartet, aber nur bei kleinen, und schon länger her. Kannst du mir ein paar trainingstips geben und sagen wie gut man in etwa von der Kondition her sein sollte um im Mittelfeld zu sein.
    Viele Grüße von helga

    1. Hallo Helga!

      Träume nicht mehr – melde dich für den Glockner Lauf 2014 an!
      Dieser Lauf ist sicherlich nicht einfach und ganz schön herausfordernd… aber wer regelmäßig trainiert, schafft ihn. Wobei: du solltest dir nicht das Ziel setzen: Mittelfeld! Jede(r), die/der auf der Franz Josefs Höhe ankommt wird wie ein(e) Sieger(in) gefeiert! Und es geht auf der Strecke auch niemand verloren – im Gegenteil. Die Streckenposten stehen – gleich bei welchem Wetter – und tragen die Vorbeilaufenden fast in Richtung Gipfel!

      Was die Vorbereitung angeht:
      - Bereite dich im Winter auf einen Halbmarathon vor und nimmt im Frühjahr an einem teil.
      - Baue Berganläufe in den Training ein
      - laufe immer wieder Offroad / also im Gelände
      - und investiere Zeit und Geduld in Stabilitäts- und Kräftigungsübungen. So kannst du besser auf den Trails laufen, bist weniger gefährdet umzuknicken und kannst gut auf den schmalen Pfaden gen Großglockner balancieren!

      Also – alles kein Problem, oder :-)!
      Ich bin davon überzeugt, dass du das schaffst!
      Keep on running – and enjoy!!!
      Ach ja, und lass mich wissen, wie es dir ergangen ist :-) ALLES ALLES GUTE!
      Running Zuschi

  2. Beeindruckend! Damit meine ich wirklich alles!
    - Deine sensationelle Premiere bei diesem einzigartigen Berglauf
    - Deine Topleistung mit einer bemerkenswerten Zeit
    - Deinen lebhaften Bericht hier, wie auch jenen bei laufreport.de
    - Deine nachhaltigen Argumente die zum Mitmachen anregen
    - Die Topfotos von Horst
    Ich glaube, ich werde doch noch einmal an den Start gehen …!

    1. Reinhard, dass solltest du wirklich :) es war ein unglaubliches Erlebnis! Und wie versprochen bin ich ein Stück für dich gelaufen… Genau: rd 2,5km vor dem Ziel, zw der “Wackelbrücke” und den Felsen :) bis bald und frohe Läufergrüße

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