PUMA FAAS 600 im Test

Puma Faas 500
Meine ersten Laufversuche mit dem Puma FAAS

Mit der FAAS Serie startete Puma vor knapp fünf Jahren los. Unter dem Motto „Technischer Minimalismus: Alles, was du brauchst; nichts, was du nicht brauchst.“ landete Puma einen beachtlichen Erfolg. Vor allem NeutralschuhläuferInnen zeigten sich von dieser neuen Variante begeistert. So auch ich! Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Puma FAAS erinnern. Es war der knallig pinke Puma FAAS 500… geniales Teil. Nach und nach orientierte ich mich immer mehr in die niedrigeren Zahlen, denn die Dämpfung wurde für mich immer energieraubender. Ich liebe einen möglichst direkten Kontakt zum Boden.

Mit der Zeit verbreiterte Puma seine FAAS Palette und präsentiert sich heute mit einer umfangreichen Produktpalette, wo jeder Läufertyp sein Modell findet.

a.) Stabil und Neutral

Zu den neutralen Modellen kamen auch Stabilitätsschuhe hinzu. Sie sind in der Kollektion mit einem S am Ende des Produktnamens gekennzeichnet.

b.) Purer Minimalismus bis zur „Sofa“ Dämpfung

Je niedriger die Hunderterzahl, desto weniger Material liegt zwischen dir und dem Boden. Bei 200 geht’s los und endet bei 900.

c.) Straße oder Trail

Zu den Straßenmodellen gesellte sich auch ein Off road Modell.

Running Zuschi’s Puma Faas 600 Test

Puma Faas 600
Ein komfortables Lauferlebnis: der Puma Faas 600

Vor einigen Wochen stellte mir Puma den neuen FAAS 600 zum Testen zur Verfügung. Als ich den Schuhkarton öffnete, dachte ich nur: „Oh Gott, wie soll ich mit diesen dicken Sohlen laufen?“ Auch das Gewicht (250gr pro Schuh) hebt sich erheblich von meinen anderen Laufschuhen ab. Er überzeugte mich aber von seiner neutralen Form… also keine Stütze und sonstiges Zusatzmaterial.

Die Optik

Optisch ist das Damenmodell sehr dezent… grau silber mit roten und türkisfarbenen Elementen. Im Gegensatz zu den ersten FAAS Modellen, die sehr schrill und quitschig waren, präsentieren sich die aktuellen Schuhe auch äußerlich neutral.

Erstes Hineinschlüpfen

In den Schuh gelitten meine Füße im Nu – d.h.: bequemer Einstieg. 🙂 Selbst ohne Schuhlöffel stand ich gleich bequem drin.

Die Passform

Mein doch eher breiter Fuß fand im Fußbett perfekt Platz. An den Vorderfußrändern konnten sie sich wunderbar ausbreiten 🙂 – ich empfand kein Drücken und die Seitenränder schnitten auch nicht ein. Die angeführte Schuhgröße stimmte mit meiner üblichen Größe absolut überein. Wer sich einen FAAS zu legen will, kann also getrost via Online Shop seine gängige Größe bestellen!

Super angenehm finde ich das gewählte Obermaterial. Es ist leicht – behält aber seine Form – also überdehnt sich nicht.

Ebenso bleibt das Material – trotz Schweiß – trocken. Es ist super atmungsaktiv, reibt nicht und durchnässt sich auch nicht. Wie es bei Dauerregen aussieht, das kann ich leider aktuell nicht beantworten.

Die ersten Schritte

Eigentlich hatte ich ein tiefes Einsinken in die Sohle erwartet… doch dem war nicht so. Die Sohle zeigte mir seine harte Seite. Was mir, eine eingefleischte Minimalschuhläuferin, gefiel. Auch wenn ich nicht den direkten Kontakt zum Boden habe, ich kann mich gut abdrücken – die eingesetzte Laufenergie geht (fast) nicht verloren.

Das Laufgefühl

Wie schon erwähnt lässt sich mit dem Puma FAAS 600 trotz respektabler Sohlendicke (bzw. Polsterung, um im Vokabular von Puma zu schreiben) Druck aufbauen und einen kraftvollen Schritt setzen. Ich hatte die Befürchtung, dass dieses Gefühl beim längeren Laufen nachlassen könnte. Zu meinem Erstaunen blieb es auch nach mehreren Läufen sowie innerhalb einer langen Einheit (über 2 Stunden) erhalten.

Puma Faas 600 Test
Flexkerben an der Sohle und an den Seitenrändern machen das Abrollen kraftschonend

Was auffällt: trotz dickerer Sohle lässt sich der Schuh gut führen. Nach dem Abdruck am Mittelfuß bleibt der Schuh flexibel und lässt es zu den Vorderfuß ohne Krafteinwirkung abzurollen, was sicherlich an den Flexkerben liegt. Hinzu kommen noch die kleinen seitlichen „Einschnitte“ an der Zwischensohle, die ihren Teil zu diesem Gefühl beitragen.

Ich probierte ihn sowohl bei einer Tempo- als auch einer langen, ruhigen Runde aus. Da ich sehr leichte und dünne Sohlen gewohnt bin, lag er mir für Speedeinheiten weniger. Ich spürte einfach das höhere Gewicht an meinen Füßen.

Wo er sich sehr gut machte, war beim Longjog, bei dem ich sowohl über Asphalt, als auch Schotterwege lief. Auf beiden Untergründen fand ich guten Halt. Auch wenn ich nicht direkt den Boden spürte, konnte ich den Schuh gut führen.

Was ich als Mittelfußläuferin vor allem nach zwei Stunden spürte, war die 12mm Sprengung. Das ist ungewohnt für mich und machte sich mit leichten Knieschmerzen bemerkbar. Aber das ist völlig normal. Wer ein robustes Modell gewohnt ist, wird sich im FAAS 600 sicherlich wohlfühlen.

Grip

Und da wären wir auch schon beim Halt auf diversen Böden. Asphalt und Schotter, da fühlt er sich zu Hause. Auch auf feuchtem Belag hält er gut, die Gummimischung passt.

Sonstiges

Super finde ich die Schnürriemen. Sie sind leicht und halten gut, auch wenn man nur eine einfache Schlaufe zieht.

In den tiefen Flexkerben – vor allem an der Ferse – bleiben keine Steinchen stecken.

Mein Fazit

Ein super, solider Trainingsschuh – für Neutralläufer! Er lässt einen guten Abdruck zu, doch für richtigen Speed ist es doch etwas zu schwer und verfügt über zu viel Material zwischen Fuß und Sohle.

Gerade für Hobbyläufer, die zwischen Asphalt und Schotter wechseln ist der Puma FAAS 600 perfekt geeignet. Er präsentiert sich robust und macht auf jeden Fall viele Kilometer und so manchen Unfug 🙂 mit! Denke, dass gut 1.300km mit ihm möglich sind.

Preis: € 120,–

 

2 comments on “PUMA FAAS 600 im Test

  1. Gut zu lesender Bericht – gefällt mir.
    Wir haben nächste Woche hier in der Gegend einen „Laufschuhtest“, werde mir bei der Gelegenheit glaub auch mal den FAAS 600 auswählen. Bin eigentlich nicht so der „Puma“ Fan – bevorzuge Brooks oder Asics.

    Beste Grüße

    Flo 🙂

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