Grossglockner Berglauf: Renntipps von Jonathan Wyatt

Get ready 4 the race! mit Jono Wyatt
Get ready 4 the race! mit Jono Wyatt

Nach unserer Streckenbesichtigung für den bevorstehenden Großglockner Berglauf taten sich einige Fragen rund um die Renngestaltung, Ausrüstung & Co auf. Und so griff ich zum Telefon und rief Jonathan Wyatt an. Denn wer, wenn nicht er kann am besten Tipps und Tricks für den Glocknerlauf geben. Immerhin war er bereits bei der ersten Auflage mit dabei und hat seither sechs Mal dieses Rennen gewonnen.

Großglockner Berglauf 2012
Ruhig angehen!

Renneinteilung: „Ruhig angehen – lautet die Devise. Besonders beim Großglockner Berglauf verleiten die ersten drei flachen Kilometer zu einem hohen Anfangstempo. Doch dann, beim ersten steilen Anstieg zollt man dieser falschen Taktik Tribut. Daher: sehr gemütlich loslaufen und sich nicht von anderen Athleten mitreißen lassen. Es klingt einfacher als es ist, aber die Zurückhaltung zahlt sich im weiteren Rennen aus.“

Kritische Punkte: „Der erste kritische Punkt ist eben dieser erste Anstieg – also am Ende der Asphaltstraße. Hier ist es wichtig einen guten Rhythmus zu finden, die Atmung unter Kontrolle zu bringen. Für die Siegesanwärter beginnt genau dort das eigentliche Rennen, denn hier muß jeder mit seinen Reserven gut haushalten. Ein zweiter entscheidender Streckenteil ist dort, wo die engen Trails beginnen. Hier empfehle ich den ambitionierten Läufern kurz vorher langsame Läufer zu überholen, um nicht im Stau stecken zu bleiben.“

Jonathan Wyatt
Auf sich konzentrieren.. dann sind die letzten 800m nur halb so schlimm…

Der letzte Anstieg: „Die letzten 800m sind wohl die bekanntesten Meter des Großglockner Berglaufes. An diesem Punkt sind alle – auch die Topläufer – bereits sehr müde. Die meisten Teilnehmer ziehen an dieser Stelle das Gehen dem Laufen vor. Das ist auch ok… denn hier lassen sich kaum mehr Plätze gut machen. Daher sollte das Motto lauten: nicht nach oben schauen, sondern auf jeden Schritt. Also Kopf runter, konzentrieren und die letzten Kräfte mobilisieren.“

Lieblingsteil des Rennens: (Jono lacht…) „Wenn ich im Ziel von Heide Pichler mit einer herzlichen Umarmung begrüßt werden. Es ist immer wieder eine große Befriedigung dieses Rennen geschafft zu haben – gleich auf welchem Platz!“

Salomon Sense
Gutes Schuhwerk ist die halbe Miete. Jono mit dem Salomon Sense.

Ausrüstung: „Die wichtigsten Teile sind sicherlich die Schuhe. Für dieses Rennen sollte man zu Trailschuhen greifen. Sie ermöglichen mehr Stabilität und Schutz als Straßenschuhe. Eine spezielle Schuhsohle sorgt für guten Halt auf nassen Steinen, rutschigem Gras oder Matsch. Außerdem wird ein spezielles Material eingesetzt, dass etwa vor spitzen Steinen schützt. In gutem Schuhwerk genießt man das Rennen weit aus mehr!

Was die Bekleidung angeht: der Großglockner Berglauf findet im Hochgebirge statt. Dort kann sich das Wetter binnen kürzester Zeit ändern. Ich empfehle daher immer einen Lightweight Jacke mitzunehmen, die vor Wind schützt.

Salomon Soft Flask Credit: Salomon

Als Verpflegung habe ich ein Getränk in einem Salomon Soft Flask mit dabei. Das ist ein kleiner Trinkbeutel, den ich in der Hand mittrage. Ist er leer, lässt er sich zusammenrollen und in der Hosentasche verstauen. Und für die 2. Hälfte des Rennens nehme ich ein Gel mit. Dank zahlreicher, bestens organisierter Verpflegungsstationen braucht kein Athlet Unmengen an Verpflegung mitschleppen.

Wer genau den Stand der zurückgelegten Höhenmeter verfolgen will bzw. eine detaillierte Auswertung des Rennens möchte, der sollte mal die Suunto Ambit ausprobieren. Und für Technikfreaks gibt es bereits die Glocknerroute auf Movescount zum Hochladen auf die Uhr.“

Letzter Schliff: „Gut eine Woche vor dem Rennen lässt sich kein verpasstes Training mehr  aufholen. Viel wichtiger ist es jetzt sich gut auszuruhen und seine Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Dann ist man ready to push!“

After Race Empfehlung: „Nach dem Rennen gibt es am Abend eine After Race Party in Heiligenblut. Da bin ich natürlich immer mit dabei und ich freue mich schon darauf mit zahlreichen Finishern ein gutes Bier zu genießen.“

Großglockner Berglauf
MAHLZEIT!

So, jetzt kann ja (fast) nichts mehr schief gehen 🙂 Noch eine erfolgreiche und schöne Vorbereitung… CU in Heiligenblut!

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