Doping im Breitensport: Mythos und/oder Wahrheit?

Was, wie, wann, wo, wie viel… wird im Breitensport gedopt? Ein heißes Thema – mit vielen offenen Fragen, zeitlos und leider immer aktuell. In diesem Blogpost möchte ich nicht die millionste Theorie, Behauptung, Verleumdung oder ähnliches aufstellen. Doch in den letzten Tagen bin ich wieder mehrmals über diese Thematik „gestolpert“ (Die Tour beginnt…) und so wollte ich ein paar Zeilen dazu schreiben. Es sind Informationen rund um dieses Thema, die ich hier einfach anführen möchte – jeder soll sich darüber selbst Gedanken und ein Bild machen!

  • TV Beitrag

Etwa der ARD Beitrag unter dem Titel „Achtung: Positiv!“ Ich wollte ihn auch deswegen hier anführen, denn wir schreiben wieder die Wettkampf-Hochsaison – gleich ob im Triathlon, Laufsport oder im Rad/Bikezirkus. Alle Outdoor- Ausdauerathleten sind derzeit startklar für die unterschiedlichsten Bewerbe.

Zugegeben, manche Personen in diesem Beitrag sind kritisch zu betrachten. Was mich dabei aufschreckt, ist vielmehr der sorglose Umgang mit diesen Präperaten. Vor allem die Tatsache, dass Mittelchen in unglaublichen Mengen beschlagnahmt werden und eines gewiß ist: sie wurden sicher nicht zum Spaß und in guter Absatzhoffnung produziert. Ein Markt muß dasein… Fragt sich nur, wo?

  • Thema: Schmerzmitteleinsatz

Dann las ich einen Beitrag im Runners Point Experten Blog , der sich mit dem Grenzgang zwischen Doping und Nichtdoping im Breitensport auseinandersetzt. Ok, Schmerzmittel sind nicht auf der offiziellen Dopingliste. Voll mit Schmerzmitteln an den Start zu gehen… tja, was soll man(n)/frau darüber denken? Ich durfte vor einigen Jahren einen Beitrag über den Einsatz von Schmerzmitteln im Laufsport schreiben und führte dazu ein sehr interessantes Interview mit Dr. Gerhard Postl, Internist sowie Sportmediziner und Mitglied der NADA Ärztekommission. Eine Aussage sollte sich jeder Sportler zu Gemüte führen und Betroffenen zu Denken geben: „Schmerzen gelten als die Alarmsignale unseres Körpers. Sie sind nicht dazu da, um uns von Leistungen abzuhalten, sondern sie schützen uns vor schwerwiegenden und nachhaltigen Verletzungen. Melden unser Nervenbahnen „Schmerz“ an unser Gehirn, sorgt es für die notwendigen Maßnahmen. Mit Schmerzmitteln schalten wir diese natürlichen Schutzmechanismen aus.“

Zum Nachdenken regt auch der Blogeintrag von Horst von Bohlen an… einfach mal HIER reinlesen.

  • Rennstahlorder

Nur noch wenige Tage, dann steigt wieder das Rennradspektakel des Jahres – die Tour de France. Dazu passend ist die Geschichte von Tyler Hamilton, die er in seiner Biografie „The secret race“ festgehalten hat. Ein Buch, das wohl einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung des Armstrong Märchens geführt hat. Eine erschreckende Welt, die darin beschrieben wird – und zugleich ein Befreiungsversuch aus den Fängen dieser verlogenen Welt. Auch wenn die Schilderungen nicht gerade schön sind, ich kann das Buch empfehlen. Es regt sehr zum Nachdenken an.

Das Profidasein kann natürlich nicht mit der Amateurwelt bzw. dem Hobbysport verglichen werden.

Ich möchte trotzdem die (traurige) Frage aufwerfen: warum tun sich das auch Hobbysportler an? Es muß ein quälendes Dasein sein immer mit Lügen zu leben. Ich will nicht richten, auch nicht maßregeln – es muß jeder selbst wissen, was er tut! Da stehen Profis und Hobbyathleten auf einer Stufe, Aug in Aug.

Auf faire, schöne Wettkämpfe…

2 comments on “Doping im Breitensport: Mythos und/oder Wahrheit?

  1. Es ist wohl wie bei den halbnackten Schönheiten, die uns als Ideal unserer Zeit von den Hochglanzgazettentitelseiten und den Werbeplakaten entgegen lächeln: Zu gerne wäre frau wie sie. Oder die toughen Typen mit dem Waschbrettbauch auf dem MensHealth-Cover. Ich würde am liebsten sofort mit dem Training beginnen. Und dann sehen wir diese Läufer bei den Marathons in der Spitzengruppe und denken: Wie muss es sein, genauso schnell zu sein? Doch wie bei all diesen Beispielen sind die Ausgangspositionen, der Genpool, die Möglichkeiten zu trainieren bei uns Normalsterblichen begrenzt und wenn wir dann doch ein wenig vom Nektar des Erfolgs kosten wollen, dann muss da wohl zuvor eine andere Substanz fließen. Ich kann den Wunsch verstehen. Ich selbst würde auch gerne eine bessere Kilometerzeit laufen können, doch setzt bei mir der Eigenschutz ein, wenn ich auch nur über ‚helfende Mittelchen‘ nachdenke.

    1. Darüber nachzudenken ist meines Erachtens einer jener Schlüssel, um Doping einzudämmen. Wenn einige über die möglichen Folgen nachdenken würden… an ihre GEsundheit denken würden… tja, dann. Aber leider passiert vieles aufgrund von Wegschauen, wegdrücken, übersehen…
      Aber auch das schneller, höher, weiter Denken verlockt…
      Unterm Strich muß aber jeder selbst die Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen!

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