Kenianisches Laufcamp „ums Eck“

Laufen in Kenia… Credit: runblogrun.com

Ostakfrikanische Läufer sind über die langen Strecken derzeit das Maß aller Dinge. Mit ihrem leichtfüssigen Laufstil ziehen sie unsere – zumindest meine – neidvollen Blicke auf sich. Viele Hobbyläufer… zugegeben – auch ich :-)… träumen von einem Lauf-Trainingslager im Rift Valley/Kenia, um mehr von und über dieser Top-Athleten zu erfahren.

Für mich ist es aus der großen Laufreise nach Kenia bis dato noch nichts geworden. Wer das kenianische Lauffeeling erleben will, muß dafür nicht unbedingt nach Kenia. Das kenianisch-österreichische Vereinsprojekt „Run2gether“ schlägt über die Sommermonate wieder ihr Laufcamp auf der Turracher Höhe – an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark – auf und lädt interessierte Läuferinnen und Läufer ein mit ihnen zu trainieren.

Lokalaugenschein

Schulter an Schulter mit kenianischen Läufern auf der Turracher Höhe
Schulter an Schulter mit kenianischen Läufern auf der Turracher Höhe

Im Juli 2012 stattete ich der Gruppe einen eintägigen Besuch ab und hatte das Vergnügen ein wenig in das Laufcamp Feeling, das für uns „ums Eck“ liegt, hineinzuschnupern. Und ich muß sagen: wirklich eine tolle Sache. Die Stimmung unter den Teilnehmern war super, die kenianischen Läufer zeigten sich unglaublich bemüht sowie fürsorglich und das Rundherum lässt tatsächlich den ostafrikanischen Laufspirit aufkommen.

Wer auf diese Art seinen alltäglichen Trainingstrott unterbrechen möchte und noch dazu die Vorteile eines Höhentrainings auf über 1.700m genießen will, ist von Ende Juni bis Ende August ab 440,– pro Person inkl. Übernachtung, kenianischer Verpflegung, umfassender Trainingsbetreuung u.v.m. mit dabei. Homebase des Camps ist der Gasthof Almstube.

Alltag im Trainingslager

Kenianische Gerichte zum Füllen der Energiespeicher
Kenianische Gerichte zum Füllen der Energiespeicher

Wie sieht so ein Trainingstag aus? Teil des Programms sind der tägliche Morning Run zu Sonnenaufgang, dann wartet ein stärkendes Frühstück. Am späten Vormittag geht es zum „Hill Work“, „Speed Work“ oder ähnlichen Trainingseinheiten. Für den hungrigen Magen gibt es mittag kenianische Gerichte – zubereitet von den kenianischen Athleten. Wobei Ugali natürlich nicht fehlen darf. Last but not least gibt es am Nachmittag Lauftechnik und viele Tipps und Tricks von den kenianischen Athleten. Besonders erwähnenswert: die Top-Läufer – unter ihnen der Dublin Marathon Sieger 2012 Geoffrey Ndungu – kümmern sich rührend um das breite Leistungsspektrum an Teilnehmern und laufen mit ihnen jede einzelne Einheit. Dabei weichen sie ihnen nicht von der Seite – ganz egal wie schnell sie sind 🙂 und treiben sie mit „Push, push!“ an!

Die Turracher Höhe hat sich in den letzten Jahren etwa durch ausgeschilderte Laufwege als ideale Trainingsbasis für Läufer gemausert. Von wellig bis steil ist alles dabei. Und für die schnellen Einheiten bietet sich die flache und asphaltierte Rundstrecke rund um den Turracher See an. Läuferherz – was willst du mehr :-)!

Alle weiteren Infos sowie Buchungsmöglichkeit findest du HIER

Hineinschnuppern

Es besteht im Juli und August auch die Möglichkeit ins kenianische Lauf-Höhentraining hinein zu schnuppern: Der Tourismusverein Turracher Höhe bietet gemeinsam mit dem run2gether-Team zwei Mal pro Woche, jeweils am Dienstag und am Donnerstag, um 10.00 Uhr, 90 minütige Laufschnuppereinheiten mit den kenianischen Läufern an.

Der Verein run2gether

Thomas mit seinen Athleten und Laufguides
Thomas mit seinen Athleten und Laufguides

Der Steirer Thomas Krejci initiierte vor nun mehr sieben Jahre das Partnerschaftsprojekt Run2gether mit Kenianischen Läufer – für Kenianische Läufer und deren Familien. Neben dem Laufcamp Angebot auf der Turracher Höhe gibt es auch die Möglichkeit ein Trainingslager in Kenia zu verbringen. Mehr dazu findest du HIER. Die Einnahmen aus allen Camps kommen gänzlich den Menschen in Kenia zugute.

Thomas betonte in unserem langen Gespräch, „dass es mir auch ein großes Anliegen ist, dass ambitionierte, österreichische Athleten von run2gether profitieren. Unsere Läufer freuen sich über gemeinsame Trainings, um sich gegenseitig zu pushen. So wie viele erfolgreiche Kenianer trainieren und damit großen Erfolg haben.“Die Einladung steht somit nicht nur für Hobbyläufer, sondern auch für europäischen Top-Läufer den Kenianischen Weg zu erleben.

Ich werde ihn mir auch 2013 sicher wieder gönnen!

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