Mizuno Breath Thermo Laufwäsche im Test

Wir stecken mitten drin… im lieben Laufwinter! Viele Lauffreunde nutzen die erfrischende Jahreszeit, um ihre Ausdauer zu forcieren. Und das mit vielen langen Laufeinheiten. So auch ich… egal, was das Thermometer anzeigt: rein in die Laufklamotten und los.

Bei der ISPO in München fiel mir das Mizuno Breath Thermo Laufwäsche in die Hände und mit Einkehr des Herbsts habe ich mich daran gemacht, dieses Teil genauer unter die Lupe zu nehmen. Warum mich gerade dieses Shirt so neugierig machte? Laut Mizuno funktioniert das Teil folgendermaßen: „Die Kunst-Faser saugt die Körperflüssigkeit auf (also Schweißßßßßß) und wandelt sie in Wärme um. Möglich macht dies die spezielle Ummantelung der verwendeten Kunst-Faser. Sie verhindert das Ausdehnen der Breath Thermo Faser (wie gewöhnliche Fastern das tun, wenn sie Flüssigkeit aufnehmen). Dadurch entsteht Reibungsenergie im Inneren der Faser, die in Form von Wärme spürbar wird.“

Und genau der letzte Teil des Satzes ließ mich anspringen. Ich liebe zwar kühle Temperaturen, aber am Körper brauche ich es warm haben… Was ich hasste: wenn nach einiger Zeit die verschwitzten Klamotten feucht kalt an meiner Haut kleben. Vor allem bei kurzen Stehpausen lacht dann die Erkältung um die Ecke. Daher war ich sehr gespannt, ob die Versprechungen auch tatsächlich gehalten werden.

Vorweg: die Mizuno Breath Funktionswäsche ist in drei Wärmekategorien erhältlich: Lightweight, Middleweight und Heavyweight. Ich habe mich für die Middleweight entschieden.

Mein Testergebnis

  • Die Passform
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Das Mizuno Women’s Virtual Body Crew im Test

Das Langarmshirt liegt eng am Körper an, schnürt aber nicht ein. Auch die Nähte – gleich an welche Stelle – reiben nicht. Sie sind sehr hochwertig verarbeitet und auch nach mehrmaligen Tragen und Waschen löst sich bis dato keine Nähte auf. Auch hängen keine lose Fäden herum.

  • Das Tragegefühl

An jenen Stellen, wo wir am meisten schwitzen, sind Das Material fühlt sich bereits beim Hineinschlüpfen angenehm auf der Haut an. Es ist leicht und wärmt.

  • Der Schwitztest

Verlassen die ersten Schweißperlen die Poren, beginnt das proklamierte Mizuno Thermo Breath System tatsächlich zu arbeiten. Durch die Flüssigkeit wird es am Rumpf angenehm warm ohne sich feucht anzufühlen. Der Schweiß wandert in die nächste Hülle (meist trage ich über den Langarmshirt noch ein kurzes Funktionsshirt und eine Laufjacke) und dank weiterer Funktionswäscheschichten nach außen.

Im schwitzenden Zustand gibt es erfreulicherweise kein Reiben – auch nicht unter der Achsel oder entlang der Nähte.

  • Der Härtetest

Frankfurt Marathon 2012_1Beim BMW Frankfurt Marathon griff ich aufgrund der sehr frischen Temperaturen inkl. eisigem Wind kurzfristig zum Mizuno Shirt und trug es unter meiner Salomon Wettkampf Kluft. Es stellte sich – vor allem im Ziel – als sehr gute Wahl heraus, denn erstaunlicherweise war es binnen kürzester Zeit trocken (zuvor hatte ich das darüber getragene, durchgeschwitzte Kurzarmshirt ausgezogen) und es hielt mich bis zum Umziehen (ca. 30 Minuten später) angenehm warm.

  • Der Windtest

Während dem Marathon bließ uns Läufern schonungslos ein eisiger Wind entgegen und bahnte sich seinen Weg durch die Kleidung. Zugegeben, da war mir trotz Anstrengung etwas kalt. Machte ich aber einen Schwenk in eine windgeschützte Ecke, gab’s am Rumpf und an den Armen gleich wieder angenehme Wärme – ohne Nässegefühl.

  • Der Geruchstest

Laut Produktbeschreibung soll diese Kunstphaser auch eine antibakterielle Wirkung haben… kurz gesagt: nach einer schweißtreibenden Einheit gibt es keinen Gestank. In der Praxis: natürlich gibt das Teil nach dem Sport eine gewisse Duftnote von sich. Mit Sportwaschmittel gewaschen riecht es aber wieder angenehm neutral – und das auch nach mehreren Waschgängen.

Ich wasche es gemeinsam mit meiner anderen Laufwäsche… immer mit Sportwaschmittel (natürlich ohne Weichspüler) bei 40°. Bis jetzt hat das sehr gut funktioniert.

  • Die „Lebenserwartung“

Ich trage das Shirt im Moment regelmäßig und es hat somit auch schon viele Läufe und Waschgänge hinter sich. Nach ca. 4 Monaten ist an einer Stelle das Material „gebrochen“ – ein kleines Loch am Oberarm lachte mir vor einigen Tagen entgegen. Denke, dass es vom häufigen Waschen ist… Aber ansonsten sieht und riecht es fast wie neu. Es fusselt nicht und wie bereits oben geschrieben halten die Nähte.

  • Mein Fazit

Ich greife bei Temperaturen unter 5 Grad sehr gerne zu diesem Shirt. Fühle mich darin sehr wohl. Die Produzentenversprechungen wurden tatsächlich eingehalten… das hat mich sehr erfreut. Kann es besten Gewissens weiter empfehlen. Wer Erfahrungen mit diesem Produkt hat… würde mich sehr über eure Meinung freuen!

 

 

 

 

 

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