Wolfgangseelauf 2012: Fotos und Ergebnisse

Der Wolfgangseelauf 2012 – bzw. der Lauf „Rund um den Wolfgangsee“ – er präsentierte sich vergangenen Sonntag derart kitschig und schön, der Operetten Komponist des „Weißen Rössls“ Ralph Benatzky wäre neidig gewesen. Tiefblauer Himmel, strahlender Sonnenschein und trotzdem perfekte, kühle Temperaturen gespickt mit der bunten, herbstlichen Landschaft.. und dazu entlang der ganzen Strecke der Blick auf den funkelnden Wolfgangsee – Läuferherz, was willst du mehr. Ok, laufen musste man(n) bzw. frau die wahlweise 5,2km des Panoramalaufes, die 10km des Uferlaufes bzw. die 27km des Klassikers schon selbst… aber bei diesem Ambiente ging es sicherlich um einiges leichter.

Wolfgangsee Lauf 2012 – ein Garant einfach loslaufen zu wollen. Credit: Horst von Bohlen

Apropos LAUFEN: der 27km Klassiker hat es mit seinem über 200 Höhenmeter Anstieg zwischen KM 3 und 5 über den Falkenstein durchaus in sich. Vor allem die anschließende Bergabpassage kann sich auf den „restlichen“ 20km ganz schön reinhängen… wurde mir von einigen TeilnehmerInnen versichert. Von St. Gilgen bis zum Ziel in St. Wolfgang geht es fast flach dahin…

Spielerisch scheint es für den alten und neuen Sieger gelaufen zu sein: Der Kenianer Hosea Tuei tänzelte regelreicht über die 27km lange Strecke  und ließ seine Konkurrenz beim Zieleinlauf um drei Minuten hinter sich. Mit seiner Siegerzeit von 1:26:10 (das entspricht einer Durchschnittspace von 3 Minuten und 11 Sekunden pro KM) stellte er zum 3. Mal seinen Streckenrekord ein und holte sich den 5. Sieg in Serie bei diesem traditionsreichen Rennen.

Neuer 27K Streckenrekord durch Tuei (KEN), Credit: Hörmandinger

 Österreichs Hoffnung Markus Hohenwarter schraubte bereits im Vorfeld die Erwartungen etwas herunter… denn er verbrachte die vergangene Woche damit, eine lästige Erkältung loszuwerden. Aus gesundheitlichen Gründen ging er es etwas vorsicht an und lief auf der sicheren Seite. Trotz des Handicaps finishte er als großartiger Fünfter exakt zehn Minuten hinter dem Tagessieger.

Markus Hohenwarter auf seinem 27km langen Weg

Bei den Damen sorgte Chelangat Sang für einen weiteren Kenanischen Tagessieg. Sabine Reiner schlug sich in diesem starken Feld tapfer. Sie lief in 1:46:02 als Gesamtdritte aufs Podest und erreichte auch ihr persönlich gestecktes Ziel: den österreichischen Streckenrekord darf sie ab sofort ihr Eigen nennen. Ein toller Saisonausklang für die sympathische Vorarlbergerin. Mehr über ihren Lauf findest du auch auf Sabine’s Blogseite.

Herzlichen Glückwunsch, Sabine 🙂 zu diesen perfekten Saisonabschluss! Credit: Hörmandinger

Doch auch die Sieger der weiteren Distanzen sollten nicht unerwähnt bleiben:

Salzkammergut Marathon

Herren

  1. Andreas Pfandlbauer (Team Hervis Bad Ischl) 2:49:48
  2. Alois Radlmayr (AUT, TriRun Linz) 2:57:53
  3. Gerhard Russegger (AUT, Eybl Running Team) 2:58:11

Damen

  1. Alexandra Heiml  3:40:30
  2. Christine Schuller 3:41:33
  3. Michaela De-Bettin 3:45:33

10km Uferlauf

Herren

  1. Alexander Weiß 33:33
  2. Andreas Englbrecht 33:53
  3. Thomas Aichbauer 34:26

Damen

  1. Sonja Nigl 39:46
  2. Anna Hajdu 40:19
  3. Sigrid Herndler 40:49

5,2km Panoramalauf

Herren

  1. Stefan Aichinger 18:07
  2. Franz Echer 18:24
  3. Niklas Hirmke (GER) 18:27

Damen

  1. Irmi Kubicka 19:58
  2. Monika Winkler 20:26
  3. Laetitia Pibis 20:41

Weitere Ergebnisse findest du hier

Alle Distanzen haben streckentechnisch einen unglaublichen Reiz und ich bin davon überzeugt, dass auch bei weniger gutem Wetter das Staunen nicht ausbliebe. Da ich arbeitstechnisch eingeteilt war, – ich durfte den Cheforganisator Franz Sperrer bei der Pressearbeit ein wenig unter die Arme greifen – blieb mir nur das Staunen und ein wenig Neiden… aber ich habe mir fest vorgenommen möglichst bald den Wolfgangsee in Laufschuhen zu umrunden… natürlich beim Wolfgangsee Lauf 🙂

Credit: Horst von Bohlen

 Was mir neben der Strecke, die übrigens gänzlich verkehrsfrei gehalten wird, noch so aufgefallen ist:

  • St. Wolfgang ging an diesem Wochenende regelrecht im Läuferfieber unter. Und es knisterte… es war eine Freude.
  • Teilnehmer aus 30 Nationen standen an diesem Wochenende am Start… und diese bunte Menge spürte man auch! Alle waren bestens gelaunt und entspannt…
  • Nicht unbedingt die Top-Läufer waren die großen Stars. Es wird ein großes Augenmerk auf die Hobbysportler gelegt, die entlang der Strecke und bei ihrem Zieleinlauf lautstark empfangen wurden… jeder war ein Sieger 🙂
  • Der Veranstalter war sehr bemüht es allen Teilnehmern so angenehm wie möglich zu machen.
  • Bei Start und Ziel ist alles schön übersichtlich und man kann sich eigentlich nicht verlaufen… und wenn doch, dann ist immer irgendwer da, der weiter hilft.
  • Viele Wiederholungstäter – so liefen (eigentlich nur Männer 🙁 ) bereits ihren 10., 15. oder sogar 25.! Wolfgangsee Lauf! Ich hoffe sehr, dass die Damen da bald aufholen!!!
Anstieg zum Falkenstein… Credit: Hörmandinger

Weitere Impressionen findet ihr auf Horst’s Flickr Seite… einfach HIER klicken!

Und zu guter Letzt beeindruckte mich der 77jährige Hamburger Horst Preisler, der bereits über 1.700 Maratons in den Beinen hat. Er läuft seit 38 Jahren und liebt diesen Sport – denn ohne ihn hätte er niemals so die Welt und deren Menschen kennen gelernt. Zeiten und Rekorde, gut und schön, aber Neues zu sehen und zu entdecken… das macht für ihn Marathonlaufen aus 🙂 Na bitte…

Also – auf nach St. Wolfgang… von wo auch immer herkommend…

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