EXO S-Lab von Salomon: Mein Marathon Outfit

Neue Lage: 27 Tage bis zum BMW Frankfurt Marathon. Somit höchste Zeit mir Gedanken über mein Marathon Outfit zu machen! Die Salomon EXO  S-Lab Kollektion kam mir da in den Sinn. Und dazu die Idee, den Salomon Sense auch als Marathon Schuh auszuprobieren…

Als Frau ist es klischeemäßig sicherlich legitim 🙂 sich über das Laufoutfit Gedanken zu machen und ich gehe aber davon aus, dass sich meine männlichen Laufkollegen ebenso die Birne zerbrechen (vielleicht so gar mehr??!!)

Wobei meine Anforderungen wie folgt lauteten:

  • minimales Gewicht
  • gut sitzende Bekleidung, die nirgendwo eng sitzt oder zwackt, aber auch nicht herumflattert
  • kaum bis keine Nähte, um mögliches Aufscheuern zu vermeiden (ich bin da besonders unter den Achseln empfindlich…)
  • eine nicht störende Tasche in Bauchhöhe, um zwei Gels zu verstauen
  • wenn möglich: Kompressionswäsche. Seit Jahren laufe ich mit Kompressionsstutzen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. (Anmerkung: In einem Winterrennen probierte ich die 3/4 Tights von Skins aus… und war wirklich sehr positiv überrascht. Denn meine Beine erholten sich erheblich schneller vom Rennen.)
  • es soll keine Einheitsuniform sein, denn mein lieber Horst möchte mich ja schon von der Ferne erkennen… um das eine oder andere Foto zu schießen 🙂
  • Naja – und last but not least – soll’s am Foto auch gut aussehen 🙂 – das Outfit und ich im Outfit…

Da eine alte Läuferweisheit besagt „keine Experimente im Marathonrennen“, nützte ich den Udine Halbmarathon nicht nur als Zeit-Test, sondern auch als Outfit Test. Dabei fiehl mir die aktuelle Salomon Race Kollektion in die Hände. Im Kilian’s Classik Race im Juli hatte ich das Outfit bereits im Trail-Test… doch auf der Straße fehlten mir noch die Erfahrungen. Also – rann an die Sache…

Credit: HvB

Die Oberbekleidung

Meine oben genannten Musts erfüllte die überlegte EXO Linie – Optik inklusive 🙂 Immerhin liebe ich die Farbe rot! Hier meine detaillierteren Ausführungen dazu:

EXO S-LAB Tank

Credit: Salomon

Das ärmellose Shirt ist extrem leicht, hat besonders an den empfindlichen Körperstellen Flatlock Nähte, um nicht zu scheuern. Doch dem nicht genug: Salomon steckte auch die EXO sensifit Stability und Smart Skin Technologien in dieses Teil.

Vor allem rund um den Brustkorb legt sich das Material angenehm an, ohne einzuengen. Es soll – lt. Produzent – die Körperhaltung im Brust- und Oberkörperbereich unterstützen und damit für bessere Sauerstoffversorgung beim Laufen sorgen. Die Wirkung kann ich nicht nachweislich belegen, aber ich empfand es wie eine zweite, angenehme Haut. Und das tat gut. Gut war auch, dass das Shirt sehr rasch wieder fast trocken war. Vor allem bei frischeren Temperaturen kein Nachteil!

Näheres zu EXO sensifit erfährst du in folgendem Video:

EXO S-Lab Twinskin Skort

Bei diesem Teil war ich mir ja im Vorfeld nicht so ganz sicher… eine Hose und darüber noch ein Rock? Ob das nicht doch ein wenig ins Gewicht fällt? Optisch gefällt mir persönlich dieses Stück wirklich gut 🙂 Dazu: gleich zwei geräumige Verpflegungstasches – und die auf der Außenseite 🙂 Sie sind auf der Rückseite des Bundes aufgenäht. Im Gegensatz dazu sind bei so gut wie allen Racehosen die Taschen hineingenäht… und wenn da mein Turbobooster für KM 32 bereits bei KM seine „Krallen“ in meine Hüfte verewigt, ist das nur halblustig. Somit: ein großer Pulspunkt. Meine Zweifel bestätigten sich erfreulicherweise nicht.

Die weiße „Unter“hose ist mit der EXO Muskelunterstützung versehen… diese kleine silberfarbenen Waben, die gute Kompression für die Oberschenkelmuskulatur betreiben. Die Struktur spürte ich überhaupt nicht… und das Material ist extrem leicht. Ebenso der graue Überrock… er sieht nicht nur schick aus, er ist so gut wie nicht spürbar. Feuchtigkeit hält sich nicht… Hose wie Rock sind binnen Minuten wieder fast trocken.

EXO Calf Long

Credit: Salomon

Meine Unterschenkel steckte ich in die Salomon Calfs… einfacher gesagt: in Kompressionsstutzen. Sie weisen ebenfalls das EXO Sensifit Wabenmuster auf. Wie alle Kompressionsteile sind sie etwas mühselig zum Anziehen, doch beim Rennen machten sie einen sehr guten Job.

Keine muskulären Probleme und rasche Erholung nach dem Rennen. Einzig: es dauerte einige Einlaufmeter bis ich das obere Ende richtig positioniert hatte, damit die Naht nicht schabte bzw. drückte. Da wäre es echt toll, wenn in den nächsten Generation nahtlose Teile auf den Markt kämen.

Das Schuhwerk

Credit: Saucony

Da es der Wetter-Gott an diesem Sonntag gut  mit uns meinte und wir uns über trockene Bedingungen freuen durften, griff ich erstmals zu den Saucony Type A5. Andi Hartenberger von Trisports hat mir den leichtesten Saucony Neutral-Schuh – ganz ohne Dämpfung empfohlen. Was mir aber am meisten an diesem Renner gefällt, ist die Sohle. Die kleinen Noppen bieten einen unglaublich starken Grip auf der Straße. Das Obermaterial ist sehr stabil und hält den Fuß sicher im Schuh. Kein Herumrutschen auf der Innensohle und somit auch keine Blasen auf der Fußsohle. Ich war erleichtert. Sollten in Frankfurt trockene Bedingungen herrschen, werde ich erstmals in einem Marathonrennen mit der Marke Saucony laufen.

Sollte es aber feucht, oder sogar richtig nass sein, gibt es für mich nur eine Wahl: den Salomon Sense

Idealer, flotter Racer bei Regen: der Salomon Sense
Credit: HvB

Es ist zwar ein Trail Running Wettkampf Schuh (ich habe auf meinem Blog bereits darüber berichtet…), aber durch sein extrem geringes Gewicht (198gr) und null Dämpfung ist er für mich auch ein perfekter Straßenrennen-Schuh. Ich habe ihn bereits einige Male bei schnellen Einheiten ausprobiert und war total begeistert. Er bringt zwar 50gr. mehr als der Saucony auf die Waage, aber vor allem bei Regen ist er unterm Strich sicher leichter. Denn das Material gibt das Wasser sofort wieder ab. Der Schuh wird kaum schwerer – denn das Material nimmt das Wasser nicht auf und mit jedem Schritt wird die Feuchtigkeit sofort wieder hinaus getreten. Durch den Innenschuh aus Endofit-Material könnte man den Sense auch barfuß laufen … es reibt nichts und durch eine kompakte Schnürung kommen auch keine Blasen. Auf nasser Straße gibt es erfreulicherweise kein Rutschen – ich genoss super Grip!

6 comments on “EXO S-Lab von Salomon: Mein Marathon Outfit

  1. Hallo liebe Running Zuschi! In der Tat ein cooles Outfit 🙂 Ich liebäugele schon seit längerer Zeit mit der Salomon Exo Skort und wollte deswegen mal fragen, ob du immernoch so begeistert von dem Teil bist? Ziehst du sie auch mal zum Training an oder ist sie für races reserviert? Und am wichtigsten: hast du deine reguläre Größe genommen, oder fällt sie mit der Kompression sehr klein aus? Es ist ziemlich schwer, darüber im Internet was zu finden, deswegen würde ich mich sehr über eine Antwort freuen!
    Lieben Dank und trailige Grüße
    vanillachamomile / Judith

    1. Hallo Judith!
      Ja – ich liebe dieses Teil! Ich trage es meist bei Rennen – sowohl Trailraces als auch bei Straßenrennen. (Im Training eigentlich nie…) Es hat einfach so viele Vorteile: Kompression, Taschen, leicht… es überzeugt mich einfach.
      Was die Größe angeht: ich empfehle dir deine reguläre Größe zu nehmen – es ist eigentlich immer passend für eine adäquate Kompression geschnitten. Ich trage meist XS oder S… die Exo Skort habe ich in S – und sie sitzt sehr gut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Salomon mit den Größen sehr korrekt ist (Schuhe wie Bekleidung). Die optimale Kompression erzielst du mit den Kompressionsstutzen von Salomon…

      Was dieses Teil noch auszeichnet: auch wenn es noch so schlammig und dreckig zugeht… einmal waschen und die Exo Skort sieht aus wie neu…!

      Hoffe es hilft 🙂 Wünsch dir ganz viel Spaß da draußen!
      GLG Running Zuschi

  2. Sehr schick! Mal eine ganz klischeehafte Antwort 😉

    Aber die Kombi aus Rot und Weiß ist wirklich schön, sollte ich auch mal umschwenken von Blau weg. Aber auch die genannten Vorteile klingen wirklich gut.

    Ich halte dir auch jeden Fall ganz fest die Daumen für die letzten Tage Vorbereitung und natürlich dann auch für den Lauf selbst!
    Viele Grüße aus Berlin,
    Din

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