Recovery… Klingt gut, tut gut!

Durchlüften & Kraft tanken

Amsterdam ist geschlagen, das große Saisonziel erreicht! Zugegeben: mit meiner neuen Bestzeit tummeln sich bereits wieder 1000 Ideen in meinem Kopf und auch die Motivation, sofort weiter zu trainieren, wäre da… ABER: jetzt ist mal Erholung angesagt. Denn nach so manch harter Einheit habe ich meinem Körper versprochen „nach dem Marathon ist Ruhe…“ – und bekanntlich sollte man Versprechen auch halten. Und so tue ich es jetzt auch.

Mein lieber Horst mahnt immer wieder auf meine Regeneration zu achten, die Dinge ruhig anzugehen. (Zugegeben: beim gestrigen Casino Lauf gingen die Pferde auf den ersten 1.000m mit mir durch, aber dann schaltete ich brav zurück 😉 dafür kommt eine zusätzliche Woche Regeneration hinzu!) Gott sei Dank 🙂

Wenn gleich ich zappelig durch die Wohnung schwirre – ich merke wie gut es mir tut. Was aber nicht bedeutet, dass ich gar nichts an Bewegung mache… im Gegenteil: endlich ist wieder Zeit neue Dinge auszuprobieren oder jenen Sportarten nachzugehen, die während der Vorbereitungszeit zu kurz gekommen sind. Die Kärntner Berggipfel sind zwar schon angezuckert – ein paar Wandertouren müssen heuer trotzdem noch her 🙂 Gleichzeitig schnüre ich auch immer wieder die Laufschuhe. „Den Kopf oder den Körper richtig “auslüften”. …eine kleine Laufrunde von 25 bis 30 min in lockerem Tempo. Das reicht, um eine Sauerstoffdusche zu erhalten.“ beschreibt es etwa Chris in seinem laufblog.ch. Das muss einfach sein… aber eben „kamot“.

Photograph: Ian Walton/Getty Images for Nike

Warum braucht unser Körper diese Ruhephase? Während der Vorbereitung und vor allem in einem Rennen fordern wir Muskel-, Skelett- sowie des Herz-Kreislauf- System. Um wieder neu durchstarten zu können, müssen sie sich erholen, die vielen kleinen Verletzungen auskurieren, die wir ihnen zugeführt haben – sie stärken sich somit für neue Schandtaten. Aber auch mal gedanklich aus dem Fokus „Wettkampf“ herauszukommen, finde ich meines Erachtens wichtig. Anderen Themen Raum lassen – sei es privat, beruflich, aber auch den Sport selbst . Paula Radcliffe nutzte etwa die Zeit nach dem Berlin Marathon für eine Fuß-OP, Urlaub mit der Family und für die Aufbereitung einer guten Argumentation gegen die Aberkennung ihres aktuellen Weltrekords von 2:15:25 gegenüber der IAAF. Auch Viktor Röthlin erzählte, dass er nach seinem Europameistertitel 2010 gleich mal direkt in den zweiwöchigen Urlaub – OHNE LAUFSCHUHE – gestartet ist. Na bitte, wenn wir uns da nicht was abschauen können 🙂

Was ich nun in den kommenden Wochen so treiben werden?

  • meine Laufkollegen bei ihren Wettkämpfen tatkräftig anfeuern und unterstützen… wie etwa vor dem TV Gerät Uschi Visconti, Roman Weger & Co. beim Frankfurt Marathon oder live vor Ort Gernot Hammer und alle Lauffreunde, die beim Palmanova Halbmarathon antreten
  • in Klagenfurt einen Charity Lauftreff  zu Gunsten Kärntner in Not organisieren (18.12.,10.00, Treffpunkt Hotel Sandwirth)
  • endlich mal wieder einen Sonntag im nahen Udine verbringen und ohne schlechtem Gewissen einen köstlichen Kaffee auf der Piazza schlürfen
  • auf hochwertige und gute Ernährung achten. Freue mich auch schon darauf neue Rezepte auszuprobieren – besonders inspirierend die Ideen und Vorschläge von Din auf ihrem Blog Eiswürfel im Schuh“
  • und die Ruhe nützen, um Pläne für die Saison 2012 zu schmieden…

Damit steigt gleichzeitig die Vorfreude auf die kommenden Laufeinheiten… auch wenn sie noch so hart sein werden.

Ich für mich spüre, dass dieses „Ruhe gönnen“ sich doppelt auszahlt und doppelt so viel wieder retour kommt, als wenn ich fortlaufend auf dem Gaspedal stehe… Zugegeben – es ist manchmal hart… bin ich doch eine leidenschaftliche Läuferin. Ich versuche es mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten: wenn der Autotank leer ist, fahren wir ja auch zur Tankstelle… und um so leerer, desto länger dauert’s :-). In diesem Sinne… viel Spaß beim Kraft tanken!

6 comments on “Recovery… Klingt gut, tut gut!

  1. Hallo grfcssli na das ist ja ein itressante seite muss Ich sagen udn so Inspirirend war mal sclhnel hier komem mal wider vor bei bis dan Gruss Rosalia

  2. Nachdem mir Reinhard dankenswerterweise den Weg zu deinem Blog gezeigt hat, passt nach meinem FRA Marathon dein Beitrag gerade richtig in meine „Nachwettkampfphase“.
    Gerade das Thema Regenration wird leider, und da nehme ich mich nicht davon aus, zu sehr unterschätzt. Wobei meines Erachtens auch immer die Intensität der einzelnen Läufe einen großen Anteil hat. Als „Genussläufer“ quäle ich mich da weniger. 😉

    Viele Grüße und weiterhin viel Spaß am Laufen!
    Werde öfters mal vorbeischauen.
    Gerd

    1. Hallo Gerd, freut mich sehr, dass du zu meinem Blog gefunden hast…
      Genieße deine wohlverdiente Pause in vollen Zügen und hol dir wieder so richtig Lust zum Durchstarten 🙂 Vielleicht kann ich dich ja mit dem einen oder anderen Beitrag auf meiner Blogseite zu neuen Laufrouten, Trainingsimpulsen oder ähnlichem inspirieren… würde mich sehr freuen 🙂

      Liebe Grüße und bis bald

  3. Ein wunderschöner Streifzug durch die herbstliche Laufwelt. Wie immer sehr spannend zu lesen. Du vergisst dabei selten Stars, wie auch regionale Größen, bzw. BloggerInnen in deine Geschichten fließend mit einzubinden. Toller Bericht!!

    Schönen Saisonausklang liebe Edith!

    1. Vielen Dank für die Blumen, lieber Reinhard… Das ist aber auch das Faszinierende an unserem laufenden Hobby – sowohl die Stars als auch die Hobbyläufer: alle sind wir vor den KM gleich und haben mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen.

      Auch dir alles Gute und bis bald
      Edith

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